Elektronik

Blockchain: Infineon und Xain kooperieren

| Redakteur: Sven Prawitz

Infineon und Xain wollen gemeinsam die Blockchain-Technologie ins Auto bringen. Ein erster gemeinsamer Demonstrator soll zeigen, wie Zugangsrechte dezentral per Smartphone vergeben werden können, beispielsweise für Carsharing.
Infineon und Xain wollen gemeinsam die Blockchain-Technologie ins Auto bringen. Ein erster gemeinsamer Demonstrator soll zeigen, wie Zugangsrechte dezentral per Smartphone vergeben werden können, beispielsweise für Carsharing. (Bild: Tobias Eble/Infineon)

Infineon will gemeinsam mit Xain die Blockchain-Technik im Automobil etablieren. Xain bietet dabei eine Technik an, die aufwändige Rechenoperationen auf lokalen Mikrocontrollern im Fahrzeug ermöglichen soll.

Infineon und Xain arbeiten künftig gemeinsam am Einsatz der Blockchain-Technologie im Automobil. Dies haben der Münchner Halbleiterkonzern und das Berliner Start-up gestern (25. Oktober) vereinbart. Zusammen wollen sie Anwendungsmöglichkeiten testen und zur Marktreife bringen. Ein erster Demonstrator soll die dezentrale Vergabe von Zugriffsrechten per Smartphone zeigen, beispielsweise für Carsharing-Anwendungen.

„Cybersicherheit ist eine zentrale Grundlage für die datengetriebene Mobilität der Zukunft“, sagt Peter Schiefer, Präsident der Automotive-Division von Infineon und ergänzt: „Die Blockchain bietet hierfür großes Potenzial.“

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Daten-Mining auf Standard-Mikroprozessoren

Das Erzeugen neuer Datenblöcke ist laut Infineon heute allerdings noch eine Herausforderung für herkömmliche Mikroprozessoren, wie sie im Auto verwendet werden. Aufgrund des hohen Rechenaufwandes ist das so genannte Mining, wie bei Kryptowährungen eingesetzt, bislang Hochleistungsprozessoren vorbehalten. Xain arbeitet jedoch nach eigenen Angaben an einem neuen Verfahren, das auf Geräten einsetzbar sein soll, die sehr energieeffizient arbeiten müssen – wie Mikrocontroller im Automobil.

„Wir wollen das Fahrzeug zu einem vollwertigen Teilnehmer des Netzwerks machen“, sagte Leif-Nissen Lundbæk, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Xain AG. „Das ermöglicht beim Einsatz von KI-Technologien einen besonders hohen Schutz der Privatsphäre. Denn so kann man sicherstellen, dass private Daten für maschinelles Lernen ausschließlich lokal gespeichert werden.“

Über Xain

Die Xain AG entstand 2014 als Forschungsprojekt an der Universität Oxford. Ziel des Unternehmens ist es, ein Protokoll zu entwickeln, welches verteilte, energieeffiziente, und Privatsphäre-wahrende Systeme in Kollaboration von Menschen und Maschinen ermöglicht. Beispiele hierfür sind die automatisierte Erteilung von Zugriffsrechten in Maschinen, unter anderem Fahrzeugen und Produktionsmaschinen, oder die Automatisierung von internen Prozessen, wobei ein Software Development Kit anstatt einer Cloud Plattform bereitgestellt wird, um maximale Privatsphäre zu ermöglichen.

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