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Elektromobilität BMW: 700 Kilometer E-Reichweite bis 2021

| Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Jens Scheiner

Bei BMW planen die Entwickler derzeit die fünfte Generation ihres Elektroantriebs. Flexibilität und Reichweite stehen dabei ganz oben im Lastenheft. Ein modulares Baukastenprinzip soll diese Anforderungen erfüllen.

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Die fünfte Generation des BMW-Elektroantriebs soll bis zu 700 Kilometer Reichweite ermöglichen.
Die fünfte Generation des BMW-Elektroantriebs soll bis zu 700 Kilometer Reichweite ermöglichen.
(Bild: BMW Group)

Nach eigenen Angaben entwickelt die BMW Group derzeit die fünfte Generation ihres E-Antriebs, die im Jahr 2021 auf den Markt kommen soll. Großes Augenmerk richten die Entwickler dabei auf das Zusammenspiel aus E-Motor, Getriebe, Leistungselektronik und dazugehöriger Batterie, dank der die Reichweite auf bis zu 700 Kilometer ansteigen soll.

Als entscheidenden Vorteil dieses künftigen E-Antriebs nennen die Bayern, dass E-Motor, Getriebe und Leistungselektronik erstmals in einer eigenen E-Antriebskomponente zusammengefasst sind. Diese hochintegrierte Komponente benötige deshalb deutlich weniger Platz als die drei einzelnen Komponenten der Vorgängergenerationen. Zudem sei sie dank eines modularen Aufbaus skalierbar und könne dadurch an unterschiedliche Bauräume und Leistungsstufen angepasst werden. Das erhöhe die Flexibilität für den Einbau in verschiedene Fahrzeugderivate. Außerdem würden durch die neue Bauweise Bauteile und in der Folge Kosten eingespart.

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Der E-Motor für diese fünfte Antriebsgeneration ist fremderregt und kommt deshalb ohne seltene Erden aus. Damit will sich BMW unabhängig von deren Verfügbarkeit machen.

Batterien für 700 Kilometer Reichweite

Die neue Generation des E-Antriebs soll zudem neue, leistungsfähigere Batterien beinhalten. Um hier die Entwicklung voranzutreiben, errichten die Bayern gerade ein neues Kompetenzzentrum für Batteriezellen in München. Damit wollen sie die Wertschöpfungsprozesse der Zelle vollständig analysieren und dadurch besser verstehen. Integriert sein wird auch eine Prototypenfertigung für Batteriezellen. Der Erkenntnisgewinn sei für das Unternehmen enorm wichtig – unabhängig davon, ob man später selbst Batteriezellen produzieren werde oder nicht, denn dadurch könne man potenzielle Lieferanten bei der Zellproduktion besser unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Genau wie die Antriebseinheit seien auch die künftigen Akkus als skalierbarer Baukasten ausgelegt, der flexibel in jede der geplanten Fahrzeugarchitekturen passe. Dank dieser neuen Batterien soll die Reichweite von rein batterieelektrischen Fahrzeugen ab 2021 auf bis zu 700 Kilometer steigen. Bei Plug-in-Hybrid-Modellen sollen dann bis zu 100 Kilometer möglich sein.

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Über den Autor

 Edgar Schmidt

Edgar Schmidt

stellv. Chefredakteur »autoFACHMANN/autoKAUFMANN«