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Zulieferer Bosch und Mahle verärgern VW

| Autor / Redakteur: Dipl.-Päd. Gerd Steiler / Jens Scheiner

VW-Konzernchef Martin Winterkorn ist verärgert über den sonst von ihm geschätzten schwäbischen Zulieferer Bosch.

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Wolfsburg bekommt offenbar Turbolader nicht schnell genug geliefert.
Wolfsburg bekommt offenbar Turbolader nicht schnell genug geliefert.
(Foto: BMTS )

Dies berichtet das Hamburger Wirtschaftsmagazin „Bilanz“. Intern habe der VW-Chef seiner Enttäuschung Luft gemacht: Die Menge der von Bosch Mahle Turbo Systems gemeinschaftlich gefertigten Turbolader für Benzin- und Dieselmotoren entspreche nicht dem Bedarf. Die Folge: VW-Kunden müssten auf ihre Autos warten.

Dabei hatte sich Winterkorn selber offenbar dafür eingesetzt, dass der Bosch-Konzern und dessen Partner Mahle Turbolader für VW produzieren. Der Ärger mit Volkswagen trifft Bosch in einem Wachstumssektor, auf den der Konzern große Hoffnungen setzt. Das Bosch-Tochterunternehmen fertigt mehr als 1,5 Millionen Lader im Jahr, Tendenz stark steigend.

„Spätstarter“ wollen aufholen

Die deutschen Autozulieferer sind Spätstarter bei der Technik, haben den frühen Einstieg verpasst und wollen nun rasant aufholen. Marktführer sind die beiden US-Firmen Honeywell und Borg Warner. Erst vor wenigen Monaten haben Bosch und Mahle die Spitze ihrer Turbolader-Tochter neu besetzt. Die beiden Chefs wollen schnell handeln, um den Ärger des Großkunden VW einzudämmen. „Unsere Werke sind voll ausgelastet, wir bauen die Kapazität aufgrund der positiven Auftragslage weiter aus“, sagte Roger Busch, einer der beiden Chefs des Unternehmens, dem Magazin.

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