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Fahrbericht Caterham Seven 165: Fahren pur

| Autor / Redakteur: SP-X / Thomas Günnel

Leicht, sparsam, billig – obwohl der Seven 165 aussieht wie ein Oldtimer, passt er eigentlich perfekt in die Zeit. Und Spaß macht der rasende Einbaum obendrein.

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Leicht, sparsam, günstig – obwohl der Caterham Seven 165 aussieht wie ein Oldtimer, passt er eigentlich perfekt in die Zeit. Und macht außerdem richtig viel Spaß.
Leicht, sparsam, günstig – obwohl der Caterham Seven 165 aussieht wie ein Oldtimer, passt er eigentlich perfekt in die Zeit. Und macht außerdem richtig viel Spaß.
(Foto: Caterham/Matthew Howell )

Vier Räder, zwei Sitze, ein Motor und ein paar Alu-Bleche – mehr Auto braucht kein Mensch. Zumindest nicht, wenn er damit sportlich und schnell um die Kurven fliegen will. Keiner hat das besser verstanden als Colin Chapman, der Gründer von Lotus. Lange bevor seine Ingenieure die Elise auf die Räder stellten, hat er 1957 nach diesem Prinzip den Super Seven entwickelt – eine rasende Zigarre für Straße und Rennstrecke, die es mit Blick auf ein paar Schlupflöcher in der britischen Steuergesetzgebung auch als Bausatz zu kaufen gab.

Zwar hatte Chapman schon bald die Lust am Siebener verloren, und bei Lotus wurde die Produktion in den Siebzigern eingestellt. Doch Firmen wie Caterham sei Dank, lebt die Legende weiter: Obwohl das Auto aussieht wie von gestern und sich bis auf ständig modernisierte Motoren an der Grundkonstruktion nur wenig geändert hat, fährt man im Seven auch heute noch mit Vollgas in den siebten Himmel.

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Leichtbau mittels Verzicht

Dafür braucht es in dem offenen Zweisitzer gar nicht viel: Obwohl das neue Einstiegsmodell Seven 165 gerade einmal 23.795 Euro kostet und lächerliche 80 PS leistet, stiehlt man damit jedem Porsche die Schau. Nicht nur, weil einem alle Blicke sicher sind. Sondern auch, weil sich kaum ein anderes Auto so direkt, so unmittelbar, so sportlich anfühlt wie der eilige Einsteiger aus England. Kein Wunder, bei einem rekordverdächtigen Leergewicht von 490 Kilo. Das erreichen die Briten übrigens nicht durch Karbon oder andere Hightech-Materialien, sondern durch eine Karosserie aus Aluminium und Kunststoff über einem Rahmen aus Gitterrohren und vor allem durch eine ganz einfache Tugend: Verzicht.

Kein Luxus – aber Fahrspaß

Denn jedweden Luxus hat sich Caterham einfach gespart. Das beginnt bei Nebensächlichkeiten wie dem Radio oder den Airbags und reicht bis weit unter die Motorhaube – schließlich fährt der nach seinem Leistungsgewicht in „PS pro Tonne“ benannte Seven 160 mit einem vergleichsweise mickrigen Dreizylinder, der samt Hinterachse und Fünfganggetriebe von Suzuki kommt. Doch in einem Auto wie diesem fühlt sich selbst ein Bonsai-Motor mit 660 Kubikzentimetern, 80 PS und 107 Nm Drehmoment an wie eine Rennmaschine. Wer in 6,9 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt, fühlt sich wie am Steuer eines Supersportwagens und die 161 km/h Spitze kommen einem vor, als müsse man gleich durch die Schallmauer knallen.

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