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Kompetenzinitiative CNA e.V. CNA-Innovationspreis für Continental und Leoni

| Redakteur: Thomas Günnel

Innovationspreis für Continental und Leoni: Die Unternehmen erhalten für die gemeinsameEntwicklung einer zentralen Komponente für Elektrofahrzeuge den Preis „Intelligenz für Verkehr und Logistik“ vom Center for Transportation & Logistics Neuer Adler e.V. (CNA).

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Die Preisträger des diesjährigen CNA-Innovationsoreises bei der Preisverleihung: Dr. Rainer Müller, Vorstandsvorsitzender des CNA e.V.; Helmut Fennel, Continental; Juergen Linhard, Leoni; Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg (v.l.).
Die Preisträger des diesjährigen CNA-Innovationsoreises bei der Preisverleihung: Dr. Rainer Müller, Vorstandsvorsitzender des CNA e.V.; Helmut Fennel, Continental; Juergen Linhard, Leoni; Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg (v.l.).
(CNA)

Der Verein verlieh den Innovationspreis bereits zum zehnten Mal. Die beiden Automobilzulieferer erhielten ihn für die Entwicklung eines serienreifen Hochvolt-Leistungsverteilers, der sich durch besondere Energieeffizienz und eine Vielzahl von Detail-Innovationen auszeichnet.

Das mit dem Innovationspreis ausgezeichnete Bauteil integriert bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen die so genannten Nebenaggregate wie Klimakompressor, Zuheizer und Ladegerät in das elektrische Bordnetz-System. Dieses besteht aus zahlreichen Teilkabelsätzen mit einer Gesamtkabellänge von rund drei Kilometern, die alle elektrischen und elektronischen Komponenten eines Fahrzeugs – vom Blinker bis zur Audioanlage – miteinander verbinden und somit die gesamte Systemfunktionalität sicherstellen.

Die Neuerungen der Verteilerbox erstrecken sich vor allem auf die Bereiche wie Sicherheit, Gewichteinsparung und Bauraumoptimierung. Im einzelnen sind das:

  • 1. Sicherheit: Es wird zum Beispiel ohne zusätzliche Stecker oder Schalterkomponenten gewährleistet, dass sich die Box nur öffnen lässt, wenn die Hochvoltspannung abgeschaltet ist.
  • 2. Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV): Neben der Vollmetall-Hülle hindert eine zusätzliche innere Abschirmung Störspannungen des Hochvoltsystems daran, in das 12-Volt-Bordsystem einzudringen.
  • 3. Gewichtseinsparung: Dazu führen unter anderem kleinere Kabelquerschnitte, die mit Hilfe von thermischen Simulationen errechnet wurden.
  • 4. Bauraumoptimierung: Sie wurde erreicht durch eine kompakte Bauweise und eine perfekte Anpassung an Umgebungsanforderungen (z. B. kurze Zuleitungen).
  • 5. Abschaltfunktionen: Der Leistungsverteiler kann die Ladeleitungen softwaregesteuert abschalten, um während der Fahrt elektromagnetische Störungen zu vermeiden und im Stand sicherzustellen, dass das Berühren der Ladekontakte ungefährlich ist.
  • 6. Zusätzliche Spannungslage: Die Hochvolt-Verteilerbox kann neben dem 12-Volt-Bordnetz weitere Spannungsniveaus erzeugen (z. B. 48 Volt für spezielle LED-Beleuchtungssysteme).
  • 7. Sichere Hochvoltanzeige: Zudem gewährleistet die Box eine direkte, Hardware-basierte und redundante Messung der anliegenden Spannung, die unmittelbar angezeigt wird.

Continental erprobt den Verteiler bereits in einem Prototypenfahrzeug. Nach Unternehmensangaben ist er sofort für eine Serienumsetzung anwendbar.

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