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Elektronik Das Datenvolumen im Auto beherrschen

| Autor / Redakteur: Sven Prawitz / Thomas Günnel

Vernetzung und Digitalisierung im Auto lassen das Datenvolumen zwischen Sensoren, Steuergeräten und Aktoren enorm ansteigen. Die Architekturen und Übertragungstechniken kommen damit an ihre Belastungsgrenze.

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Kamerasysteme und Sensoren erzeugen enorme Datenmengen. Diese werden oft unkomprimiert an die Steuergeräte übermittelt.
Kamerasysteme und Sensoren erzeugen enorme Datenmengen. Diese werden oft unkomprimiert an die Steuergeräte übermittelt.
(Bild: ZF Friedrichshafen)

Auf der CES (Consumer Electronics Show) zeigten Hersteller und Zulieferer wieder Produkte, die die Vernetzung im Auto vorantreiben und den Fahrzeuginsassen dadurch mehr Komfort und Sicherheit bieten sollen. Die Unternehmen bauen die Konnektivität mit tragbaren Geräten, anderen Fahrzeugen und Teilen der Infrastruktur nicht nur zum Kundennutzen, sondern auch im Hinblick auf neue Geschäftsmodelle weiter aus. Zudem kommen Fahrerassistenzsysteme mit weiterentwickelten Sensoren, die immer mehr Daten generieren – ZF will zum Beispiel im Jahr 2018 eine Dreilinsen-Kamera namens Tri-Cam auf den Markt bringen.

Um die von den Sensoren erzeugten Daten zu den Steuergeräten zu transportieren, sind hohe Übertragungsraten notwendig. Im Ethernet-Bereich stehen derzeit die Standards „100Base-T1“ und „1000Base-T1“ mit einer Datenrate von 100 Mbit/s beziehungsweise 1 Gbit/s zur Verfügung. Doch für das automatisierte Fahren werden höhere Übertragungsraten benötigt. „In den nächsten fünf bis sieben Jahren wird die Anforderung Richtung 25 bis 30 Gbit/s gehen“, sagt Eric Küppers, President Global Automotive bei TE Connectivity (siehe Interview auf Seite 45). Die exponentiell steigende Datenmenge wird die E/E-Architektur künftiger Fahrzeuge sehr stark verändern: „Es gibt Bestrebungen, die heute sehr komplexe Struktur in der Architektur zu vereinfachen und in Cluster zusammenzuführen“, so Küppers.

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 Sven Prawitz

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Technikjournalist