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Das sind die beliebtesten Arbeitgeber unter Studenten

| Autor: Jens Scheiner

Welche Branche unter Studenten in Deutschland boomt, welche Gehaltsvorstellungen diese haben und welche langfristigen Ziele die künftigen Fachkräfte verfolgen, hat die Employer-Branding-Beratung Universum in der „Student Survey 2018“ ermittelt.

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Bei den Wirtschaftswissenschaftlern liegt Porsche auf Rang eins und verbessert sich damit im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze.
Bei den Wirtschaftswissenschaftlern liegt Porsche auf Rang eins und verbessert sich damit im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze.
(Bild: Klaus Mellenthin/ASAP)

Wohin es Hochschulabsolventen nach Ihrem Studium zieht, zeigt die „Student Survey 2018“, für welche die Employer-Branding-Beratung Universum deutschlandweit 34.697 Studierende nach ihren Vorstellungen befragte. Die Teilnehmer gaben unter anderem Auskunft dazu, bei welchen Unternehmen sie gerne arbeiten möchten, nach welchen Kriterien sie Arbeitgeber bewerten, welche Gehaltsvorstellungen sie haben und welche langfristigen Karriereziele sie verfolgen. Die großen Automobilunternehmen zählen auch in diesem Jahr zu den attraktivsten Arbeitgebern Deutschlands.

Die großen Automobilunternehmen zählen auch in diesem Jahr zu den attraktivsten Arbeitgebern Deutschlands.
Die großen Automobilunternehmen zählen auch in diesem Jahr zu den attraktivsten Arbeitgebern Deutschlands.
(Bild: Universum)

Porsche auf Platz eins

In den Wirtschaftswissenschaften liegt Porsche auf Rang eins und verbessert sich damit im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze. Es folgen Daimler/Mercedes-Benz, BMW und Audi. Auf Platz fünf findet sich mit Google das erste Unternehmen abseits der Automobilindustrie. Auch für die Studierenden des Ingenieurwesens ist Porsche der attraktivste Arbeitgeber: 27 Prozent von ihnen zählen Porsche zu einem ihrer fünf idealen Arbeitgeber. Audi nimmt hier Rang zwei ein, gefolgt von Daimler/Mercedes-Benz auf Platz drei und der BMW Group auf Platz vier.

Siemens klettert im Vergleich zum Jahr 2017 um einen Platz nach oben und ist damit ebenfalls in den Top fünf vertreten. Auch Ford und Fresenius dürfen sich freuen, da sie sich um je 14 Plätze auf Rang 41 beziehungsweise 49 verbessern. Weniger gut fällt das Ergebnis dagegen für Bilfinger aus: Das Unternehmen büßt 21 Plätze ein und liegt nun auf Rang 54.

Top 3 bei IT und Naturwissenschaften bleibt gleich

Im Ranking der Studenten aus dem Bereich IT gibt es auf den ersten drei Plätzen keine Bewegung: Wieder liegt Google mit weitem Abstand vorne, gefolgt von Microsoft und Apple. Eine Überraschung dagegen auf Rang vier: Hier kann sich SAP platzieren, da sich der Softwarehersteller im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze verbessert. Auch wenn sie es nicht ganz an die Spitze schafft, ist die Automobilindustrie auch im IT-Ranking sehr erfolgreich.

Die BMW Group liegt auf Rang fünf und ist damit eines von vier Automobilunternehmen in den Top Ten.

In den Naturwissenschaften ist das Ranking traditionell stark von Forschungseinrichtungen und der chemischen und pharmazeutischen Industrie geprägt. Die Max-Planck-Gesellschaft liegt auf Platz eins, gefolgt von Bayer, der Fraunhofer-Gesellschaft, BASF und Merck – genau wie im Vorjahresranking.

Arbeitgeberwahl: Unterschiedliche Prioritäten

Weibliche und männliche Studierende haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was einen guten Arbeitgeber ausmacht. Einig sind sie sich aber darin, dass er eines auf jeden Fall bieten muss: ein attraktives Grundgehalt. Auf Platz zwei bis fünf der Wunschliste stehen für Männer ein hohes Einkommen in der Zukunft, Führungskräfte die ihre Entwicklung fördern, attraktive und interessante Produkte oder Dienstleistungen sowie die Anerkennung von Leistung. Für Frauen haben dagegen vielfältige Arbeitsaufgaben, ein freundliches Arbeitsumfeld, eine sichere Anstellung und die Förderung zukünftiger Weiterbildung besonders hohe Priorität.

Am stärksten unterscheiden sich die Ansichten von Frauen und Männern, wenn es um die Bewertung des Faktors Corporate Social Responsibility geht: Während es 38 Prozent der weiblichen Befragten wichtig ist, dass ein Unternehmen soziale Verantwortung übernimmt, finden dies nur 17 Prozent der männlichen Befragten. Eine Arbeitgebereigenschaft, auf die Männer sehr viel mehr Wert legen als Frauen, ist Prestige: Hierauf achten 32 Prozent der Männer, aber nur 15 Prozent der Frauen.

Weibliche und männliche Studierende haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was einen guten Arbeitgeber ausmacht.
Weibliche und männliche Studierende haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was einen guten Arbeitgeber ausmacht.
(Bild: Universum)

Studentinnen haben deutlich geringere Gehaltserwartungen

Obwohl sich weibliche und männliche Studenten einig sind, dass ihr künftiger Arbeitgeber ein attraktives Grundgehalt bieten muss, zeigt die Umfrage jedoch wie unterschiedlich ihre Vorstellungen sind: So rechnen Studierende der Wirtschaftswissenschaften durchschnittlich mit einem Bruttojahresgehalt von 45.083 Euro, Studierende des Ingenieurwesens gar mit 47.410 Euro. Frauen haben in allen Studienrichtungen deutlich niedrigere Gehaltserwartungen als Männer. So gehen beispielsweise Studentinnen der Wirtschaftswissenschaften von 41.708 Euro aus, ihre männlichen Studienkollegen aber von 48.718 Euro: eine Differenz von 7.010 Euro.

Frauen zeigen weniger Interesse an Führungspositionen

Auch hinsichtlich ihrer langfristigen Karriereziele haben Frauen und Männer unterschiedliche Vorstellungen. Zwar stehen eine ausgewogene Work-Life-Balance sowie ein sicherer und beständiger Job geschlechterübergreifend hoch im Kurs, doch geben deutlich mehr Männer als Frauen an, eine Führungskraft mit leitender Funktion werden zu wollen. Während zum Beispiel in den Wirtschaftswissenschaften 58 Prozent der Männer Führungskraft werden wollen, sind es dort nur 38 Prozent der Frauen.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE