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Mit Innovationen differenzieren
Ziel der BMW Group sei es auch, sich mit „hochemotionalen Produkten“ über Innovationen am Markt zu differenzieren. Dabei bleibe Design eine „Top-Kaufentscheidung für unsere Kunden“. Grundsätzlich gelte es, mit Innovationen „als erster am Markt zu sein“. Zulieferer sind für BMW eine Top Quelle, um Innovationen in den Markt zu bringen. Als einen „besonderen Motor für Innovation“ bezeichnete Draeger die neuen Elektrofahrzeuge i3 und i8, die wenige Monate vor ihrer Marktpremiere stehen. Damit verbunden sei „eine Fülle an Innovationen, um Elektromobilität wirklich auf die Straße zu bringen“.
BMW i3 vor dem Start
Die Entwicklung des i-Projekts bis zur Marktreife stellte Stefan Krebs, Leiter Einkauf und Lieferantennetzwerk, BMW i, im Zusammenhang dar. Seit dem Start im Jahr 2007 betrachte der Autobauer seine E-Fahrzeuge als Teil eines Gesamtkonzepts für automobile Mobilität. Dazu gehörten nicht nur neue Modelle aus neuen Materialien, sondern auch neue Dienstleistungen. Wichtige Erkenntnisse haben die Modellprojekte „Mini E“ und „Active E“ erbracht. „Mit diesen Erkenntnissen glauben wir, reif für die Markteinführung in diesem Jahr zu sein“, sagte Krebs. Im Ergebnis komme der i3 nicht als „rollende Verzichtserklärung“ auf den Markt, betonte der BMW-Manager: „Das Fahrzeug macht wirklich Spaß.“
Car-Sharing hat Zulauf
Als eine solche Innovation versteht der Münchner Hersteller auch die Integration von Mobilitätsdienstleistungen in das Konzernportfolio. Dabei hat das Thema Car-Sharing auch bei BMW einen besonderen Stellenwert. Inzwischen sehe sich das Unternehmen auf dem Weg zu einem führenden Anbieter von Premium-Mobilitätsdienstleistungen, erklärte Bernhard Stimpfle, Teamleiter Entwicklung Mobilitätsdienstleistungen, BMW Group. Vor drei Jahren hat BMW mit den sogenannten fahrzeugbezogenen Mobilitätsdiensten begonnen – heute bekannt unter „Drive Now“ und „AlphaCity“. Darüber wird zum einem der Zugriff auf Premiumfahrzeuge erleichtert und zum anderen den sich verändernden Lebensweisen entsprochen. Auswertungen zeigen: Ein Car-Sharing-Fahrzeug wird zehn bis zwölf Mal am Tag benutzt. Das Durchschnittsalter eines Drive Now-Kunden ist 32 Jahre; er besitzt eine hohe Affinität zur Intermodalität. Die durchschnittliche Mietdauer beträgt 30 Minuten.
Direkte Kundenbeziehung
Für den Anbieter gilt es zu beachten, dass es sich bei der Dienstleistung um eine direktere Kundenbeziehung handelt als beim klassischen Verkauf. So erwartet der Car-Sharing-Kunde ständige Nachbesserungen in der Qualität und die Berücksichtigung seiner individuellen Ansprüche. „Damit ist die Mobilitätsdienstleistung ein sehr komplexes Produkt, das keinen klassischen SOP besitzt, sondern ständig weiter entwickelt wird.“ An Erfolgsfaktoren nannte Stimpfle: Kenntnis über die Kundenpräferenzen, die schon innerhalb Deutschlands regional sehr unterschiedlich sind, zahlreiche und schnelle Updates, ein systemischer Lösungsansatz bei der Komplexität sowie eine ad-hoc Hilfe bei Problemen. Was allerdings überhaupt nicht fehlen dürfe, das sei „die Freude am Service. Spaß ist superwichtig!“ Und dem BMW-Slogan gemäß: „die Freude am Fahren.“
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