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Studie Deutsche OEM hinken CO2-Zielen hinterher

| Redakteur: Jens Scheiner

Kanzlerin Merkel hat den deutschen Automobilherstellern etwas Luft verschafft, um die vereinbarten CO2 Ziele auf EU-Ebene zu erreichen. Diese sehen vor, ab 2021 pro Auto 4,1 l/100 km Benzin oder 3,6 l/100 km Diesel zu verbrauchen. Nach derzeitigem Stand schaffen die drei deutschen Autohersteller diese Norm nicht.

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Laut einer Studie von PA Consulting könnten die deutschen OEM bis zum Jahr 2021 die vorgegebenen CO2 Ziele nicht erreichen.
Laut einer Studie von PA Consulting könnten die deutschen OEM bis zum Jahr 2021 die vorgegebenen CO2 Ziele nicht erreichen.
(Foto: Audi)

Das CO2 Ranking von PA Consulting für 2021 zeigt, dass Renault, Peugeot-Citroen, Fiat, Toyota und Volvo ihre jeweils individuellen CO2-Ziele erreichen können. Wohingegen Hyundai, Nissan, Ford und auch GM mit ihren in Europa verkauften Fahrzeugen nahe am spezifischen Ziel sind – aber es bleibt unsicher, ob sie die kleine Lücke bis 2021 noch schließen können. Die drei deutschen Hersteller sind dagegen weiter von ihren individuellen CO2-Zielen für 2020/2021 entfernt; VW, BMW, Daimler liegen auf den hinteren Plätzen des Rankings – was im Einzelfall auch Strafzahlungen von rund 100 Millionen Euro bis zu einer Milliarde Euro verursachen kann.

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Mehrkosten von 1.200 Euro pro Fahrzeug

„Aktuell haben niedriger Ölpreis und damit preisgünstigerer Kraftstoff einen negativen Effekt auf die weitere Reduzierung der CO2 Emissionen, gerade bei Premiumherstellern. Das Kaufverhalten verschiebt sich zu größeren und schwereren Fahrzeugen mit mehr PS. Dieser kurzfristige Effekt könnte bis zum Jahr 2021 erneut eintreten und die Zielerreichung erschweren. Zudem fehlt Elektro- und Hybridautos noch die Akzeptanz in der Gesellschaft“, erklärt Thomas Göttle, Mitglied der Geschäftsleitung bei PA in Deutschland. Aus seiner Sicht haben die Autohersteller vier zentrale Hebel, um weiter an der Zielerreichung bis 2021 zu arbeiten: intelligenteres Produktportfolio mit kleineren und leichteren Fahrzeugen sowie Hybrid- und Elektroantrieb-Varianten, effizientere Motoren, Gewichtsreduzierung und besserer Rollwiderstand. Dies könnte zu Mehrkosten von 1.200 Euro pro Fahrzeug führen.

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