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Wirtschaft Erfolgreiches Jahr für Leoni

| Redakteur: Nayomi Polcar

Die Leoni AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2017 ein organisches Wachstum von zehn Prozent. Der Konzern schlägt eine·Dividende von 1,40 Euro pro Aktie vor und plant bis 2020 ein durchschnittliches Wachstum von fünf Prozent im Jahr.

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Nach einem erfolgreichen Jahr 2017 plant Leoni weitere Investitionen. Fünf Prozent vom Umsatz sollen 2018 in den Ausbau des Geschäfts investiert werden.
Nach einem erfolgreichen Jahr 2017 plant Leoni weitere Investitionen. Fünf Prozent vom Umsatz sollen 2018 in den Ausbau des Geschäfts investiert werden.
(Bild: Leoni AG)

Leoni blickt zufrieden auf das Jahr 2017 zurück. Der Umsatz des Unternehmens sei um mehr als elf Prozent auf einen Höchstwert von 4,9 Milliarden Euro gestiegen. Das organische Wachstum betrug dabei rund zehn Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 79 auf 225 Millionen Euro – entsprechend legte die EBIT-Marge von 1,8 auf 4,6 Prozent zu. Der Konzernüberschuss erhöhte sich von zwölf auf 144 Millionen Euro. Entsprechend beabsichtigt Leoni, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,40 Euro (Vorjahr: 0,50 Euro) pro Aktie vorzuschlagen.

Geschäftsjahr 2017 in Zahlen

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Wiring Systems stieg im Berichtsjahr um fast 14 Prozent auf 3,06 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Hochvolt-Produkten für Elektro- und Hybridfahrzeuge erhöhte sich auf 44 Mllionen Euro. Der gesamte Auftragseingang des Unternehmensbereichs habe sich 2017 auf den Rekordwert von rund sieben Milliarden Euro erhöht. Das Segment-EBIT stieg in der Berichtsperiode von 36 auf 117 Millionen Euro. Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um fast sieben Prozent auf 1,86 Milliarden Euro. Der Wegfall aus dem Verkauf der Sparte Electrical Appliance Assemblies konnte durch organisches Wachstum und positive Kupferpreiseffekte ausgeglichen werden. Das Segment-EBIT erhöhte sich 2017 auf 105 Millionen Euro.

Im Jahr 2017 erhöhten sich die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte um etwa ein Drittel auf 281 Millionen Euro, wobei der Schwerpunkt auf dem Kapazitätsausbau in Osteuropa und Nordafrika lag. In Deutschland investierte Leoni 33 Millionen Euro in die Fabrik in Roth. Der operative Cashflow stieg in der Berichtsperiode von 175 auf 245 Millionen Euro. Mit elf Millionen Euro erzielte Leoni wie geplant einen positiven Free Cashflow. Das Eigenkapital nahm 2017 im Stichtagsvergleich um fast zwölf Prozent auf 1,02 Milliarden Euro zu, und die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf rund 33 Prozent. Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns blieb trotz der deutlichen Geschäftsausweitung mit 406 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr stabil.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr erwarte Leoni einen Anstieg des Umsatzes auf mindestens fünf Milliarden Euro. Leoni plant für 2018 eine Investitionsquote von rund fünf Prozent vom Umsatz (ohne Fabrik der Zukunft) – ein Wert, den das Unternehmen auch mittelfristig anstrebt. Der Vorstand des Konzerns geht davon aus, bis 2020 beim Konzernumsatz eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von mehr als 5 Prozent zu erreichen. Die EBIT-Marge soll im Jahr 2020 mindestens fünf Prozent betragen.

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