Geschäftslage Erwartungen der deutschen Zulieferer gedämpft

Redakteur: Lena Sattler

Die Zulieferer sehen die Geschäftslage im Mai positiv. Für das nächste halbe Jahr sind die Erwartungen dennoch gedämpft. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Geschäftsklimaindex.

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Dem jüngsten Zulieferer-Index zufolge war das Geschäftsklima im Mai positiv.
Dem jüngsten Zulieferer-Index zufolge war das Geschäftsklima im Mai positiv.
(Bild: Hoym Pressmetall Werk)

Wie bereits im Vormonat verbessert sich laut Ifo-Institut auch im Mai die aktuelle Geschäftslage der deutschen Zulieferindustrie. Der positive Trend setzt sich seit Juli 2020 fort, dieses Mal um weitere vier Punkte. Der neue Wert liegt somit bei 41 Punkten. Besser schätzten die deutschen Zulieferer ihre Lage zuletzt im Oktober 2018 ein. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind hingegen leicht zurück gegangen: Noch 31 Prozent blicken positiv auf das nächste halbe Jahr.

Chipmangel auch weiterhin großes Problem

Aufgrund von Engpässen in der Halbleiterversorgung hat der VDA seine Produktionsprognose für dieses Jahr von 20 Prozent auf 13 Prozent nach unten korrigiert. Die Anpassung hat sich bereits in den vergangenen Wochen abgezeichnet und überrascht die Zulieferindustrie daher nicht. Deshalb ist diese auch nicht allzu enttäuscht.

Ein weiterer Grund: Durch die in Aussicht stehenden Lockerungen und Öffnungen wird der Konsum der Endverbraucher steigen. Nur Materialengpässe erschweren trotz der steigenden Aufträge die Produktionsplanung noch. Sie werden deshalb in den kommenden Wochen ein entscheidendes Thema bleiben.

Geschäftsklimaindex

Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) in Zusammenarbeit mit dem Münchner Ifo-Institut ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen.

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