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Wirtschaft Zulieferer-Index: Positiver Trend setzt sich fort

| Autor: Jens Scheiner

Bereits im Juni war eine deutlich bessere Stimmung in der deutschen Zulieferindustrie spürbar. Dieser Trend setzt sich nun fort, obwohl viele Unternehmen nach wie vor mit starken Auftragseinbußen zu kämpfen haben.

Der positive Trend der deutschen Zuliefererindustrie setzt sich fort.
Der positive Trend der deutschen Zuliefererindustrie setzt sich fort.
(Bild: Thyssenkrupp)

Nach dem sprunghaften Anstieg im Juni verbesserten sich die Erwartungen der deutschen Zulieferindustrie mit Blick auf die kommenden sechs Monate im Juli erneut. Der Saldo aus Optimisten und Pessimisten stieg von Minus 1,5 Punkten um 10,7 Saldenpunkte an und liegt damit nun über der Nulllinie. Knapp 30 Prozent der Zulieferer rechnen dabei mit besseren Geschäftsaussichten.

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Coronabedingter Tiefpunkt überwunden?

Auf der anderen Seite gaben nur zwölf Prozent eine positive aktuelle Geschäftslage an. Insgesamt hat sich die Bewertung der Lage auf niedrigem Niveau um 7,7 Saldenpunkte auf Minus 43,1 Punkte verbessert. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass der coronabedingte Tiefpunkt überwunden ist. Wie nachhaltig dieser Anstieg ist, ist jedoch fraglich. Denn viele Zulieferer melden unverändert merkliche Auftragseinbußen. Ein Vorzieheffekt der Produktion – mit Blick auf die kommenden Betriebsferien während des Sommers – könnte daher einen Teil des leichten Anstiegs der Geschäftslage erklären.

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich im Vergleich zu den Monaten April und Mai ein deutlich verbessertes Stimmungsbild. So hat sich das Geschäftsklima der Zulieferindustrie im Juli von Minus 29,3 auf Minus 18,9 Punkte verbessert.

Wie der Zulieferer-Index erhoben wird

Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) in Zusammenarbeit mit dem Münchener Ifo-Institut ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Aluminiumindustrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie technische Textilien ab.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE