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Elektronik Europa: Hersteller teilen Echtzeitdaten zur Verkehrssicherheit

| Autor/ Redakteur: Ampnet/Deg / Maximiliane Reichhardt

Die Automobilhersteller Daimler, BMW, Ford und Volvo tauschen ab sofort Echtzeitdaten zur Verkehrssicherheit mit einigen Dienstleistern und Behörden aus. Basis des Angebots ist ein neutraler Server.

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Demonstration des Assistenzsystems
Demonstration des Assistenzsystems "Slippery Road Alert" im Volvo V60.
(Bild: Volvo)

Im Rahmen eines europaweiten Pilotprojektes tauschen einige Autohersteller, Dienstleister und mehrere EU-Staaten ab sofort Verkehrssicherheitsdaten von Fahrzeugen sowie der Infrastruktur aus. Dadurch sollen Verkehrsteilnehmer schnell und frühzeitig auf Gefahren hingewiesen werden. Das Pilotprojekt ist Teil einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) namens „European Data Task Force“.

Ziel des Projekts: Fragen rund um „Car to X“ erforschen

Die Projektpartner Daimler, BMW, Ford und Volvo sowie Here Technologies und Tomtom haben gestern (3. Juni) im niederländischen Eindhoven ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die Versuchsphase ist auf zwölf Monate ausgelegt und startet in den Niederlanden. Die Verkehrs- und Transportministerien aus Deutschland, Spanien, Finnland, Luxemburg, den Niederlanden und Schweden unterstützen das Projekt. Ziel des Pilotprojekts ist es, technische, wirtschaftliche und rechtliche Fragen rund um „Car-to-X“ zu erforschen. Car-to-X bezeichnet die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur. Die Partner werden innerhalb des Pilotprojektes anonymisierte Sicherheitsdaten oder darauf basierende Sicherheitsfunktionen über einen neutralen Server auf Basis einer Cloud-Plattform teilen. Während die teilnehmenden Automobilhersteller die Fahrer vor potenziellen Gefahren auf der Straße voraus warnen, können die beteiligten Dienstleister die Daten in ihre Live-Verkehrsdienste einspielen und an die nationalen Verkehrsleitzentralen weitergeben.

Volvo Cars und Volvo Trucks tauschen bereits seit vergangenem Jahr Daten aus, um Fahrer in Schweden und Norwegen über Gefahren in der Nähe zu informieren. Mit eigenen Sicherheitssystemen können Volvo-Fahrzeuge miteinander kommunizieren und die Fahrer über ein Cloud-basiertes Netzwerk vor rutschigen Straßenverhältnissen und Gefahren warnen. Beide Funktionen wurden erstmals 2016 in Schweden und Norwegen eingeführt und sind mittlerweile in allen neuen Volvo-Modellen in ganz Europa serienmäßig.

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