Suchen

Elektromobilität Forschung zu Natrium-Ionen-Batterien

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

In Zukunft könnten Natrium-Ionen Batterien eine umweltfreundliche Alternative zur Lithium-Variante sein. Am Helmholtz-Institut in Ulm (HIU) wird an passenden Aktivmaterialien und Elektrolyten geforscht.

Firmen zum Thema

Professor Stefano Passerini und seine Mitarbeiterin Hyein Moon setzen an einer Handschuhbox eine Natrium-Ionen-Batterie zusammen.
Professor Stefano Passerini und seine Mitarbeiterin Hyein Moon setzen an einer Handschuhbox eine Natrium-Ionen-Batterie zusammen.
(Bild: Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT)

Umweltfreundlich, kostengünstig und hochleistungsfähig sollen die Natrium-Ionen-Batterien der nächsten Generation sein – dann könnten sie eine Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien sein. Passende Aktivmaterialien und Elektrolyte wollen Forscher des vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründeten Helmholtz-Instituts Ulm entwickeln, gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Im Projekt „Transition“ arbeiten sie eigenen Angaben zufolge an Lösungen für den Technologietransfer von Natrium-Ionen-Batterien. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördere das Projekt für drei Jahre mit 1,15 Millionen Euro.

Steigende Lithium-Nachfrage

Die Motivation hinter dem Projekt Transition sei, einen zentralen Beitrag zu einer nachhaltigeren Energiespeicherstrategie in Deutschland zu leisten. Derzeit seien Lithium-Ionen-Batterien einer der größten Erfolge für Energiespeicheranwendungen des vergangenen Jahrhunderts. Lithium-Ionen-Batterien sind leicht, kompakt, bieten eine hervorragende Energie- und Leistungsdichte und dominieren den Markt für tragbare Elektronik, Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

„Angesichts der steigenden Nachfrage nach Lithium und den in der Lithium-Technik eingesetzten Rohstoffen wie Kobalt werden jedoch Bedenken hinsichtlich der langfristigen Verfügbarkeit der kritischen Rohstoffe und der Kosten laut. In diesem Szenario stellen Natrium-Ionen-Batterien eine alternative, kostengünstige und umweltfreundlichere Energiespeichertechnologie dar“, sagt Professor Stefano Passerini, Direktor des HIU.

Über das Transition-Projekt

Das Projekt Transition will sich auf die Entwicklung leistungsfähiger, flüssiger und polymerer Natrium-Ionen-Batterien konzentrieren. Die Batterien sollen auf der Kathodenseite Übergangsmetallschichtoxide und auf der Anodenseite Hartkohlenstoff aus Biomasse verwenden.

In dem Projekt soll ein auf Biomasse basierender Hartkohlenstoff in Kombination mit wässrigen Bindemitteln und Aluminium als Stromabnehmer entwickelt werden. Das Team der Friedrich-Schiller-Universität Jena koordiniere die Forschungsaktivitäten zur Entwicklung fortschrittlicher flüssiger und polymerer Elektrolyte, während das Team des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg die Entwicklung kobaltfreier Kathoden vorantreibe.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45882896)