Automobilzulieferer

GMD kauft Schäfer-Oesterle

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Der Hauptsitz von Schäfer-Oesterle in Würzburg.
Der Hauptsitz von Schäfer-Oesterle in Würzburg. (Bild: Schäfer-Oesterle)

Die französische Gruppe GMD hat den Automobilzulieferer Schäfer-Oesterle aufgekauft. Nach eineinhalb Jahren Insolvenz können so alle Arbeitsplätze der Unternehmensgruppe erhalten bleiben.

Der Automobilzulieferer Schäfer-Oesterle hat wieder eine Zukunft: Nach dem Bankrott vor eineinhalb Jahren hat der Insolvenzverwalter den Betrieb jetzt an die französische Groupe GMD verkauft. Alle rund 600 Arbeitsplätze der in Würzburg gegründeten Unternehmensgruppe bleiben dabei erhalten.

Das Unternehmen produzierte trotz fortführender Insolvenz

Die Kaufverträge für die Übernahme sind bereits unterschrieben und umfassen die gesamte Gruppe inklusive aller Standorte. Der Geschäftsübergang („Closing“) soll zum 1. November erfolgen. „Dass dabei alle Arbeitsplätze, auch die 150 während des Insolvenzverfahrens neu geschaffenen, erhalten werden, ist ein besonderer Erfolg“, sagte der Insolvenzverwalter Joachim Exner. Mit dem Verkauf endet eine eineinhalbjährige Fortführung der Insolvenz. Währenddessen hat das Unternehmen weiter produziert, seine Kunden beliefert und neue Produkte entwickelt. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 27 Produktionsanläufe bewältigt.

Über die Groupe GMD

Die Groupe GMD fertigt Interieur- und Exterieur-Teile für Automobilhersteller und gehört zu den größten französischen Tier-1-Zulieferern der Branche. Die Gruppe unterhält Werke weltweit und beschäftigt insgesamt rund 4.500 Mitarbeiter. Mit der Übernahme von Schäfer-Oesterle will das Unternehmen seine Kunststoff-Sparte stärken und sein Portfolio vor allem im Premium-Segment erweitern.

Über Schäfer-Oesterle

Schäfer-Oesterle produziert an drei Standorten in Ungarn und Deutschland mit insgesamt 600 Arbeitnehmern für Innenraumoberflächen von Premium-Fahrzeugen. Das Angebotsspektrum reicht von Einzelkomponenten mit Oberflächen aus Leder und Textil bis hin zur Lieferung von kompletten Systemen. Das Unternehmen war durch starkes Umsatzwachstum in operative und finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte Ende April 2017 Insolvenz angemeldet. Der ungarische Schäfer-Oesterle-Standort war nicht von der Insolvenz betroffen.

Sonnplast meldet Insolvenz an

Automobilzulieferer

Sonnplast meldet Insolvenz an

12.09.18 - Sonnplast aus dem thüringischen Sonneberg will sich im Wege eines Insolvenzverfahrens sanieren. Das Unternehmen fertigt Spritzgussteile aus thermoplastischen Kunststoffen für die Automobilindustrie. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zum Beitrag schreiben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45564664 / Zulieferer)