Assistenzsysteme

Head-up-Display für Volumenmodelle

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Combiner-Systeme und Digital Micromirror Device

Auch an Combiner-Systemen, die das Bild nicht in die Frontscheibe, sondern – wie zum Beispiel in einigen Modellen von PSA – auf eine zusätzliche Scheibe, etwa im Armaturenbrett projizieren, arbeiten die Entwickler in Babenhausen. Spoelder will damit neue Kundengruppen gewinnen und das Volumen von verkauften HuD-Systemen deutlich steigern. Nach seinen Angaben sind die optischen Eigenschaften und die Bildqualität der Combiner-Systeme mit denen der bisherigen HuD vergleichbar.

Eelco Spoelder: „OLED wird die Marken- und Produktdifferenzierung im HMI-Umfeld wieder um eine Facette reicher machen.“
Eelco Spoelder: „OLED wird die Marken- und Produktdifferenzierung im HMI-Umfeld wieder um eine Facette reicher machen.“
(Continental)

Full-HD mittels Digital Micromirror Device

Die nächste Generation der HuDs wird allerdings mit der neuen DMD-Technik (Digital Micromirror Device) die Anzeigen erzeugen. Drei LEDs (rot, grün und blau) beleuchten Spiegel mit einer Kantenlänge von 0,1 Millimeter. Ähnlich wie bei einem Beamer werden die Pixel dann geschaltet, zu dem Bild zusammengefasst und auf einen Schirm projiziert. Von dort wird das Bild entsprechend vergrößert dem Fahrer angezeigt. Die Vorteile dieser Technik sind eine größere Helligkeit sowie Auflösung (bis zum Full-HD-Standard) und der bessere Kontrast. Das Konzept wird bereits mit den OEMs diskutiert und zur Serienreife gebracht.

Im Trend: Kapazitive Tasten

Ein weiterer Trend sind kapazitive Tasten, wie sie heute bereits im Mittelkonsolenmodul (Centerstack) vom Opel Ampera serienmäßig eingesetzt sind, um zum Beispiel die Klimaanlage zu bedienen. Die Tasten und Schalter geben ein akustisches oder haptisches Feedback. Bei der haptischen Rückmeldung hat der Anwender das gleiche Gefühl wie bei mechanischen Tasten. Besonders eine nahtlose Integration kapazitiver Tasten in ein kapazitives Display birgt nach Meinung von Spoelder viel Zukunftspotenzial. Durch die nahtlose Integration ist nicht zu sehen, wo das Display endet und wo die Schalter und Tasten beginnen.

(ID:33648370)