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3D-Anzeige in fünf Jahren?
Für Spoelder ist Human-Machine-Interface, kurz HMI (Mensch-Maschine-Schnittstelle) der entscheidende Begriff: „Welche Informationen bekommt der Fahrer in welchem Moment wo angezeigt, damit er nicht von der Informationsflut überlastet oder gar abgelenkt wird?“ Mit Fahrsimulatoren arbeiten Ergonomen in Babenhausen bereits an zukünftigen Lösungen. Wobei mechanische Zeiger noch lange eingesetzt werden. Nicht alle zukünftigen Anzeigesysteme sind frei programmierbare Displays, denn auch das Geschäft mit Low-Cost-Fahrzeugen will Spoelder weiter pflegen und ausbauen.

Am anderen Ende des Portfolios entwickeln die Continental-Ingenieure für Premiumhersteller bisher nicht für möglich gehaltene Systeme wie etwa ein Instrument mit dreidimensionaler Anzeige – natürlich ohne Zusatzbrille, die im Auto nicht vorstellbar ist. Im Mercedes-Forschungsfahrzeug F 125 wurde es bereits vorgestellt. Spoelder glaubt, dass in etwa fünf Jahren eine dreidimensionale Anzeige in Serie gehen könne. Die OEM-Kundschaft sei sehr daran interessiert. Hollywood und die moderne TV-Technik lassen grüßen.
OLED: In fünf Jahren großserientauglich
Ebenfalls von der Konsum-Elektronik, wie etwa Smart-Phones, ist das OLED-Display von Continental beeinflusst. Organische Leuchtdioden (OLED) senden farbiges Licht aus und sorgen für optimale Bildschärfe, brillante Farben und extrem hohen Kontrast, da keine Hintergrundbeleuchtung notwendig ist. Zukünftig können damit auch transparente und biegsame Displays realisiert werden. Spoelder erwartet auch bei OLED eine Großserien-Tauglichkeit in etwa fünf Jahren. Er ist überzeugt davon, dass die OLED-Technik, ob im Zentraldisplay oder auch im Instrumentencluster, die nächste Ausbaustufe in der Anzeigetechnik sein wird. Der bisherige Schwachpunkt der geringen Lebensdauer existiert nach Angaben von Spoelder nicht mehr. „OLED wird die Marken- und Produktdifferenzierung im HMI-Umfeld wieder um eine Facette reicher machen.“
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