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HuD serienmäßig im 3er BMW
Auch Gerhard Wesner, der als Vorgänger von Eelco Spoelder seit 1979 die Instrumentierungstechnik bei Continental mitgestaltete, sieht gute Chancen, dass das noch zarte Pflänzchen HuD zehn Jahre nach der Markteinführung zu einem kräftigen Baum heranwächst. So ist seit einiger Zeit Audi der zweite Kunde, und Pilotanwender BMW bietet das HuD auch im neuen 3er an – in den USA sogar serienmäßig. Weitere europäische, amerikanische und asiatische OEMs sollen nach Angaben von Gerhard Wesner bald nachziehen. So deutete Volker Wilhelmi von der Daimler AG in einem Exklusiv-Interview in der »Automobil Industrie« Ausgabe 5/2012 an, dass auch die nächste Mercedes S-Klasse mit einem HuD lieferbar sein werde.
Das gemeinsame Ziel der beiden Continental-Manager ist es, HuD in volumenstarken Modellen zu implementieren. Auf die konkrete Frage, ob der nächste Golf mit einem HuD lieferbar sein wird, gab es allerdings nur beredtes Schweigen. Wer jedoch die ehrgeizige Premiumorientierung im Volkswagen-Konzern kennt, kann sich gut einen Golf mit HuD vorstellen.
Informationsmanagement und „Augmented Reality“
Eelco Spoelder, der seit 16 Jahren – darunter einige Jahre in USA – für Continental tätig ist, sieht die künftige Hauptaufgabe im Informationsmanagement. Ob Kombiinstrument, großes Zentraldisplay oder HuD – dem Fahrer müssen abhängig von den äußeren Umständen wie Verkehrssituation oder Straßenbedingungen die wichtigsten Informationen am richtigen Ort angeboten werden. Mit den unterschiedlichen Produkten und Systemen, die Continental bereits im Angebot hat und noch entwickelt, sieht Spoelder den Bereich für die zukünftigen Aufgaben gut gerüstet.
Ein Schlagwort ist dabei die „Augmented Reality“, um mehr Informationen – besonders von Fahrerassistenzsystemen – im HuD auf einer deutlich größeren Projizierfläche darzustellen. Die Erweiterung des Sichtfeldes von heute sechs mal zwei auf zukünftig zehn mal fünf Grad bietet viel Potenzial für mehr Informationen und bessere Ablesbarkeit. Das Bild würde dann nicht mehr in einem gefühlten Abstand von etwa zwei, sondern von bis zu sieben Metern projiziert.
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