Neue Modelle

Hyundai i30 Fastback N: Sportlicher Familienzuwachs

| Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Jens Scheiner

Hyundai erweitert seine N-Familie: mit dem i30 Fastback.
Hyundai erweitert seine N-Familie: mit dem i30 Fastback. (Bild: Wehner / »kfz-betrieb«)

Als Hyundai im Herbst 2017 den i30 N auf den Markt brachte, ließ das die Konkurrenz aufhorchen und die Fans frohlocken: Endlich ein echter Hyundai-Sportler auch für die Rennstrecke. Mit dem i30 Fastback N wird die N-Familie nun größer.

N-Thusiasten nennt Hyundai die Fahrer seiner besonders sportlichen N-Modelle, von denen das erste mit dem i30 N Fünftürer im Herbst 2017 auf den Markt kam. Und dass diese Bezeichnung nicht von ungefähr kommt, zeigt nicht nur, dass es den Koreaner gelungen ist, innerhalb kürzester Zeit eine kleine Community rund um die Performance-Marke zu etablieren, die sich in Online-Foren und den sozialen Medien austauscht sowie auf Events der Hyundai Driving Academy trifft.

2018 waren 18 Prozent der insgesamt 22.000 verkauften i30 (inklusive Kombi und Fastback) N-Modelle. Seit Jahresbeginn ist nun auch das Coupé Fastback als N-Variante bestellbar. Damit erwartet der Importeur, den N-Anteil in diesem Jahr auf 24 Prozent steigern zu können.

Dabei ist mit den beiden Kompaktmodellen das Ende der Fahnenstange für die Koreaner noch nicht erreicht. Was genau Hyundai in Sachen N als nächstes plant, verrät der Importeur offiziell nicht. Aber dass in Kürze ein weiteres Performance-Modell auf den Markt kommt, steht fest. In der Motorpresse wird bereits über einen i20 N berichtet. Dazu passt, dass die Koreaner mit dem Kleinwagen auch im Rallyesport aktiv sind. Und schließlich wird auch bereits über einen Tucson N spekuliert. Das würde ebenfalls Sinn ergeben, denn Performance-SUVs funktionieren bei anderen Marken ja auch gut.

Den Tucson gibt es übrigens bereits jetzt in der Ausstattungsvariante N-Line – wie auch schon den i30. Die kommt mit den regulären Top-Motoren, hat aber ein modifiziertes Fahrwerk und nimmt ansonsten vor allem optisch Anleihen beim Sportableger.

Hyundai i30: Europäischer Koreaner

Fahrbericht

Hyundai i30: Europäischer Koreaner

24.03.16 - Im Jahr 2011 präsentierte Hyundai die zweite Generation des i30 auf der IAA in Frankfurt. Mittlerweile sind ein paar Jahre vergangen und die Koreaner haben ihrem Kompakten ein Facelift spendiert. Wir haben den i30 unter die Lupe genommen. lesen

i30 Fastback N startet bei 33.700 Euro

Wer einen echten N will, der muss sich aktuell noch im C-Segment bedienen. Für mindestens 33.100 Euro gibt es den Fünftürer. Wer den Fastback möchte, muss 600 Euro mehr beim Händler lassen. Das ist immer noch günstig. Ein Golf GTI Performance kostet 34.895 Euro – mit 245 PS. Die beiden Hyundais kommen mit einem 275 PS starken Zwei-Liter-Turbobenziner. Die bis vor Kurzem noch erhältliche 250-PS-Variante haben die Koreaner aus dem Programm genommen: Zu gering war die Nachfrage.

Der von uns getestete Hyundai i30 Fastback N macht sich aus Fahrerperspektive vor allem beim Blick nach hinten bemerkbar. Die Sicht ist durch das heruntergezogene Heck und die schmale Scheibe recht eingeschränkt. Selbiges gilt für die Kopffreiheit auf der Rückbank, für Großgewachsene wird es hier eng. Der Kofferraum ist mit 450 Litern um 55 Liter größer als beim Fünftürer, die nutzbare Höhe ist jedoch recht klein.

Natürlich kann man sich fragen: Wen interessiert so etwas wirklich, wenn er 275 PS unter dem Gasfuß hat? Schließlich werden die wenigsten Käufer einer solchen Fahrmaschine in erster Linie an die Praktikabilität denken.

Bis zu 1.944 Parameter einstellbar

Und das Fahren macht richtig Spaß. Nicht umsonst nennt Hyundai sein System zur Auswahl der Fahrmodi „N Grin Control System“: Es soll dem Fahrer ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Neben Eco, Normal und Sport kann der Fahrer über eine Extra-Taste auch den besonders sportlichen N-Modus auswählen oder sich einen ganzen Haufen Parameter einfach komplett selbst konfigurieren: Fahrwerk, Lenkung, Motor, Sound. Laut Hyundai sind 1.944 verschiedene Kombinationen möglich.

Wir schalten in den N-Modus. Das mit dem Grinsen funktioniert. Das im Normalbetrieb recht zivile Geräuschniveau steigt – dem Klappenauspuff sei Dank. Beim Tritt auf das Gaspedal rennt das Auto los, es brummelt und knallt, beim runterschalten gibt das System automatisch Zwischengas. Hyundai bietet den Sportler nur als Handschalter an. Und auch wenn moderne Automaten für sportliches Fahren durchaus geeignet sind: Das passt so einfach besser.

Wir preschen durch die voralpenländischen Kurven, erst vorsichtiger, dann immer wagemutiger. Die adaptiven Dämpfer sorgen im N-Modus für die gebotene Härte, die Lenkung reagiert prompt und präzise. Alles kein Wunder, schließlich stand im Lastenheft der Entwickler, dass der i30 Fastback N nicht nur auf der Straße, sondern auch auf der Rennstrecke eine gute Figur machen soll.

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