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Wirtschaft Insolventer Autozulieferer WK Plastics steht vor Verkauf

| Autor: Jens Scheiner

Der insolvente Automobilzulieferer WK Plastics steht kurz vor einer Übernahme. Der Insolvenzverwalter Matthias Hofmann von der Kanzlei Pohlmann Hofmann rechnet mit einem Verkauf im Juni 2020.

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Der insolvente Automobilzulieferer WK Plastics steht kurz vor einer Übernahme.
Der insolvente Automobilzulieferer WK Plastics steht kurz vor einer Übernahme.
(Bild: WK Plastic )

Das Amtsgericht Ingolstadt hatte bereits am 01. April 2020 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wellhäuser Kunststofftechnik Köppl (WK Plastics) eröffnet. Seit dem Insolvenzantrag läuft die Produktion uneingeschränkt weiter. Auch sind die Gehälter der Mitarbeiter angesichts der guten Auslastung für die kommenden Monate gesichert.

„Bereits unmittelbar nach dem Insolvenzantrag Ende Januar 2020 bestand starkes Interesse von Investoren. Obwohl aufgrund der Corona-Pandemie einzelne Investoren ihr Interesse wieder zurückgezogen haben, stehen wir nach wie vor mit einer guten Handvoll Investoren im Gespräch. Ich gehe nach unseren aktuellen Planungen davon aus, dass wir den Verkaufsprozess im Juni 2020 abschließen können“, erklärt Matthias Hofmann, Insolvenzverwalter von WK Plastics.

Mit einzelnen Kaufinteressenten seien die Gespräche schon sehr weit fortgeschritten. Ziel ist es dabei, die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und dem Unternehmen sowie dem Produktionsstandort in Beilngries eine langfristige Perspektive zu geben. Dem Insolvenzverwalter zufolge ist die Auftragslage bei WK Plastics so gut, dass das Unternehmen neue Stellen zu besetzen hat. „Wir können trotz der Insolvenz auch aktuell weitere Hilfe benötigen und sind daher auf der Suche nach weiteren Mitarbeiter*innen in verschiedenen Bereichen des Unternehmens“, erklärt Matthias Hofmann.

Über Wellhäuser Kunststofftechnik Köppl

WK Plastics ist ein Zulieferbetrieb im Bereich Automotive, der verschiedene Automobilhersteller mit Kunststoffteilen versorgt, die im Wege des Spritzgussverfahrens hergestellt werden. Wesentlicher Kunde ist der VW-Konzern und hier vor allem Audi, aber auch weitere Konzernmarken wie Volkswagen, Porsche, Lamborghini, Seat oder Skoda. Das Unternehmen mit Sitz in Beilngries bei Ingolstadt hat rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE