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Automobilzulieferer Kyocera: Stark bei Werkstoff und Technik

| Autor/ Redakteur: Hartmut Hammer / Sven Prawitz

Der japanischen Technologiekonzern Kyocera ist vor allem für seine Kopiergeräte und Bürotechnik bekannt. Was viele nicht wissen: Kyocera setzt auch mit Automotive-Produkten Milliarden um und ist in mehr Autos präsent, als man denkt.

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Kyocera Fineceramics in Esslingen bei Stuttgart.
Kyocera Fineceramics in Esslingen bei Stuttgart.
(Bild: Kyocera)

Das detaillierte Aufzählen des Automotive-Portfolios der Kyocera Corporation wäre eine seitenfüllende Angelegenheit. Hier nur die wichtigsten Produktgruppen: Glühkerzen, Heizelemente, Piezostacks für zum Beispiel Injektoren und Glühkerzen, Kameramodule, LCD-Displays, Touchscreens sowie ein breites Angebot an feinkeramischen und elektronischen (Halbleiter-)Bauteilen. Damit generiert man etwa zwei Milliarden Euro Umsatz bei einem Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe von gut zwölf Milliarden Euro. Genauere Zahlen sind aufgrund der dezentralen Unternehmensorganisation des Automobilzulieferers nicht zu ermitteln.

Neben der breiten Aufstellung als Komponenten- und Systemlieferant auf Tier-1-, Tier-2- und Tier-3-Ebene legt Kyocera einen weiteren Schwerpunkt auf die Werkstoffentwicklung. So ist das Unternehmen für seine Expertise bei Keramikmaterialien bekannt. Ein relativ neues Einsatzgebiet für solche Werkstoffe sind Piezoelemente für die Sensorik. Kyocera entwickelt und fertigt bereits Sensoren zur Ölstandmessung. Kurz vor dem Serieneinsatz stehen Piezosensoren, mit denen sich die Harnstoffeinspritzung bei SCR-Systemen überwachen lässt.