Elektromobilität Lapp Mobility eröffnet Testlabor

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Lapp hat ein Prüflabor eröffnet, in dem das Unternehmen Ladeeinrichtungen untersuchen will. Es basiert auf dem Automotive-Standard IATF 16949.

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Die Investitionssumme für das neue Prüf- und Entwicklungslabor liegt in 6-stelliger Höhe. Hier wird gerade die neue LAPP-Wallbox nach der IEC 61851-1 geprüft.
Die Investitionssumme für das neue Prüf- und Entwicklungslabor liegt in 6-stelliger Höhe. Hier wird gerade die neue LAPP-Wallbox nach der IEC 61851-1 geprüft.
(Bild: Lapp Mobility)

Die Hauptaufgabe des Labors sind entwicklungsbegleitende, normkonforme Tests. Mit ihnen will der Ladesystemhersteller seine Produkte prüfen: auf Funktion, elektrische Sicherheit, Kälte- und Hitzebeständigkeit und mechanisch mögliche Belastbarkeit. Konkret sind das zum Beispiel Mode-3-Ladekabel, Mode-2-Ladesysteme oder Wallboxen.

Was wird getestet?

Zur Qualifizierung von Zugentlastung und Knickschutz werden die Ladekabel einer Belastung von 20.000 Biege-Wechsel-Zyklen ausgesetzt. Außerdem werden die Ladesysteme im Hoch-/Tieftemperatur-Betrieb gestresst – wo sie zwischen minus 40 und 90 Grad Celsius aushalten müssen. Des Weiteren werden Übergangswiderstände der Kontaktsysteme im Mikro-Ohm-Bereich gemessen und Fehler bei der Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation simuliert.

Aber auch die Auswirkung von Netzstörungen und Toleranzschwankungen auf die Ladefunktion testet das Unternehmen nach eigenen Angaben. Das neue Testlabor wurde bereits nach der DIN EN ISO/IEC 17025 auditiert, als nächstes erfolgt die Auditierung nach dem Automotive-Standard IATF 16949.

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