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Produktion

Last Call: Zerspanung im Wandel der Mobilität

| Autor/ Redakteur: Claus-Peter Köth / Thomas Günnel

Neue Fahrzeugkonzepte bringen neue Materialien oder Materialkombinationen mit sich. Deren effiziente und qualitativ hochwertige Bearbeitung steht im Mittelpunkt des Fachseminars „Zerspanung im Wandel der Mobilität“ – mit informativen Vorträgen und drei Live-Vorführungen.

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Neue Fahrzeugkonzepte bringen neue Materialien oder Materialkombinationen mit sich. Deren effiziente Bearbeitung steht im Mittelpunkt des Fachseminars „Zerspanung im Wandel der Mobilität“.
Neue Fahrzeugkonzepte bringen neue Materialien oder Materialkombinationen mit sich. Deren effiziente Bearbeitung steht im Mittelpunkt des Fachseminars „Zerspanung im Wandel der Mobilität“.
( Bild: Hufschmied Zerspanungssysteme )

Unter dem Motto „Vom Diesel zum Lufttaxi“ findet am 4. Juli 2019 in Bobingen bei Augsburg das Fachseminar „Zerspanung im Wandel der Mobilität“ statt. Gastgeber des Expert Circle ist die Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH. Als Seminarpartner sind das Fraunhofer IPA sowie die Unternehmen Liqui Filter GmbH, MHT GmbH Merz & Haag, Partool GmbH & Co. KG, Reichenbacher Hamuel GmbH, Schuko Bad Saulgau GmbH & Co. KG und Solid CAM GmbH mit an Bord.

Ziel ist es, den Teilnehmern – Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Ausrüster von Pkw, Nutzfahrzeugen, Robo- und Lufttaxis – passgenaue Fertigungskonzepte aufzuzeigen, die die Mobilität von morgen mit sich bringt. So beinhaltet beispielsweise der E-Antriebsstrang mit Batterie oder Brennstoffzelle, E-Motor und/oder Verbrennungsmotor neue (Leichtbau)Materialien beziehungsweise Materialkombinationen, die zerspanend bearbeitet werden müssen. Auch das autonome Fahren verändert die Ansprüche an Materialeigenschaften und -anmutungen im Innenraum, hin zu höherer Qualität und Langlebigkeit.

Für diese Megatrends gilt es, in hoher Geschwindigkeit neue und hochflexible Fertigungslinien aufzubauen. Gleichzeitig nimmt der Kostendruck weiter zu, bei mindestens gleichbleibenden Anforderungen an die Bearbeitungsqualität.

Drei Live-Vorführungen als Highlight

Wie sich das bewerkstelligen lässt, beantworten die Seminarpartner in ihren Vorträgen sowie – als Highlights des Fachseminars – mit drei Live-Vorführungen zu den Themen Honeycombs, Sandwich-Materialien und Aluminium-Strangpressbauteile.

Es wird gezeigt, wie Honeycomb-Materialien mittels Ultraschalltechnologie so weich geschnitten werden können, dass deutlich weniger Aufwand in die Spanntechnik investiert werden muss. Durch die abgestimmte Technologie von Ultraschallschneidsystem und VHM-Monoblock-Klinge lässt sich die Schneidleistung bis um den Faktor Zehn steigern.

Paradebeispiel für Sandwich-Materialien sind dekorative Innenraumteile. Doch gerade dort ist die Qualitätsanforderung hinsichtlich Schneidkantenbeschaffenheit aufgrund der Optik mit am höchsten. Mit einer variablen Schneidengeometrie und mit strukturierten Schneidkanten lassen sich der Bearbeitungsaufwand deutlich verkürzen und die Werkzeuglebensdauer erheblich steigern. Zudem können die Geometrien auch als Aktor für die Inline-Prozesskontrolle genutzt werden.

Am Beispiel eines Batteriekastens wird die hocheffiziente, gratfreie Bearbeitung von FSW-geschweißten Aluminium-Strangpressprofilen gezeigt, unter digitaler Prozessüberwachung. Gerade geschweißte Strangpressprofile setzen in der Bearbeitung gerne Spannungen frei und neigen formbedingt zu Schwingungen. Durch intelligente Werkzeuggeometrien und Bearbeitungsprozesse kann dem entgegengewirkt und Bearbeitungszeit gespart werden. Eine intelligente Sensorik hilft, die Prozesse ohne Eingriffe von außen zu regeln und ermöglicht so eine Rund-um-die-Uhr-Fertigung.

Diskussionsrunde setzt den Schlusspunkt

Wie ein roter Faden ziehen sich folgende Leitfragen durch das Programm:

  • Wie lassen sich enge Toleranzen bei hoher Wirtschaftlichkeit einhalten, ohne die Prozesssicherheit zu vernachlässigen?
  • Wie kann absolute Konturtreue und Gratfreiheit sichergestellt werden, in der Zerspanung von anspruchsvollen Innenraumteilen oder sicherheitsrelevanten Struktur- und Crash-Management-Bauteilen?
  • Wie lassen sich die Anwender vor Emissionen wie Feinstaub und Lärm schützen, ohne die volle Kontrolle über den Zerspanungsprozess zu verlieren?

Dabei wird deutlich, dass sich nur in der engen Zusammenarbeit von Werkzeugexperten, Automatisierungs- und Absaugungsspezialisten sowie führenden Wissenschaftlern und Forschern ein optimales Fertigungskonzept entwickeln lässt, um letztlich den bestmöglichen Nutzen für die Anwender zu erzielen.

Das Fachseminar beginnt um 10 Uhr mit der Keynote von Dr. Tjark von Reden, Abteilungsgeschäftsführer MAI Carbon. Sein Thema: „Aufbau einer Digitalen Fabrik für Lufttaxis“. Den Schlusspunkt setzt um 14:30 Uhr die Diskussionsrunde „Vom Diesel zum Lufttaxi“ – moderiert von „Automobil Industrie“-Chefredakteur Claus-Peter Köth.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: Programm-Webseite zum Expert Circle-Technologieseminar Zerspanung.

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