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Motorsport Engineering „Leichtbau im Rennsport heißt, jede Komponente im Detail zu optimieren“

| Autor/ Redakteur: Claus-Peter Köth / Maximiliane Reichhardt

Jeroen Bleekemolen, Rennfahrer und Leichtbau-Botschafter, über die Rolle des Leichtbaus als Garant für Ressourcen- und Energieeffizienz, seine Bedeutung im Motorsport sowie über Hypercars als Paradebeispiel für gelungene Leichtbaukonzepte.

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Der Langstrecken-Rennfahrer Jeroen Bleekemolen unterstützt als Leichtbau-Botschafter die Fertigungstechnik xFK in 3D.
Der Langstrecken-Rennfahrer Jeroen Bleekemolen unterstützt als Leichtbau-Botschafter die Fertigungstechnik xFK in 3D.
(Bild: Rainer Hofmann Photodesign)

Insgesamt sehe ich ein starkes Hin und Her zwischen Rennsport und Serienautomobilbau. Im Rennsport ist es immer wichtig Gewicht zu senken, weil wir dann schlichtweg schneller sind. In manchen Rennserien gibt es jedoch ein Mindestgewicht: Jeder muss dann für sich selbst entscheiden, an welchen Stellen er Gewicht rausnimmt. Beim Entwurf eines neuen Rennfahrzeugs gilt es grundsätzlich, schwere Teile so tief wie möglich zu platzieren. Leichtbau im Rennsport heißt aber auch, jede einzelne Komponente im Detail zu optimieren. Wenn ich mir zum Beispiel die heutigen, für Langstreckenrennen sehr wichtigen Scheinwerfersysteme anschaue: Sie sind gegenüber früher deutlich leichter geworden.

Ist man im Rennsport eher bereit, in den Leichtbau zu investieren, während in der Serie weniger Gewicht idealerweise nichts kosten darf?

Weniger Gewicht bedeutet schnellere Rundenzeiten, weniger Kraftstoffverbrauch und weniger Belastung für die Bremsen – das ist besonders bei 24-Stunden-Rennen sehr wichtig. Und das lassen sich die Teams auch etwas kosten. Im Serienautomobilbau hingegen sind die Stückzahlen sehr hoch, und Änderungen am Fahrzeug oder in der Produktion müssen weltweit ausgerollt werden. Das kostet sehr viel Geld, anders als bei nur einem Rennauto oder einer Kleinstserie.