Zulieferer Leoni eröffnet neues Entwicklungszentrum

Von Sven Prawitz

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Am Standort Kitzingen hat der Zulieferer ein Zentrum für Produkt- und Prozessentwicklung eröffnet. Unter anderem sollen dort effizientere Fertigungsprozesse für zonale Bordnetz-Architekturen erforscht werden.

Den Entwicklern stehen etwa 3.000 Quadratmetern und eine vollautomatisierte Fertigungszelle zur Verfügung.
Den Entwicklern stehen etwa 3.000 Quadratmetern und eine vollautomatisierte Fertigungszelle zur Verfügung.
(Bild: Leoni)

Leoni hat mit dem „Innovation Industrialization Center“ (IIC) im fränkischen Kitzingen ein neues Entwicklungszentrum für Bordnetze eröffnet. Der Zulieferer sieht das IIC als eine Art Think-Tank, wo Produkte und Fertigungsprozesse gemeinsam mit Kunden entwickelt und erprobt werden.

Auf etwa 3.000 m2 sollen künftig Experten aus Forschung, Entwicklung und Produktion von allen Standorten des Leoni-Konzerns projektbezogen zusammenarbeiten. Lieferanten, Kunden und Hochschulen sollen jederzeit eingebunden werden können, heißt es in einer Mitteilung.

Automatisierte Bordnetzfertigung

Das neue Entwicklungszentrum für Bordnetze und deren Fertigung von Leoni in Kitzingen.
Das neue Entwicklungszentrum für Bordnetze und deren Fertigung von Leoni in Kitzingen.
(Bild: Leoni)

Bislang war es kaum möglich, die Fertigung von Bordnetzen durchgehend zu automatisieren. Vor allem das Verlegen der Leitungen erfolgt überwiegend manuell in Niedriglohnländern wie Marokko, Rumänien oder der Ukraine. Im neuen Entwicklungszentrum sollen nun automatisierte Prozesse erforscht werden. Möglich mache diesen Schritt, so Leoni, der Wechsel auf eine zonale Bordnetzarchitektur. Die Einheiten werden überschaubar und die Leitungslängen deutlich kürzer.

Dafür gibt es im IIC eine eigene Fertigungszelle, nach Angaben des Unternehmens eine weltweit einzigartige Versuchsanlage für die vollautomatisierte Produktion von kleineren Kabelsätzen. Untersucht werde zudem die gemeinsame Arbeit von kooperativen Robotern und Menschen am Produkt, sowie smarte Logistik-Vehikel.

Mehr Effizienz als Ziel

„Im IIC synchronisieren wir Produkt- und Prozessentwicklung“, sagt Leoni-COO Ingo Spengler. So ermöglichen zonale Bordnetz-Architekturen im Vergleich zum klassischen Bordnetz effizientere Fertigungsprozesse, heißt es beim Zulieferer. „Das IIC ermöglicht uns nachhaltig Einsparungen, unter anderem durch global standardisierte Produktionsprozesse und verkürzte Anlaufzeiten.“

Mit einem Umsatz von deutlich über vier Milliarden Euro liegt Leoni im »Automobil Industrie« Top-Supplier-Ranking auf Platz 64. Der finanziell in den vergangenen Jahren arg gebeutelte Zulieferer sucht über mehr Effizienz und einen Fokus auf das Kerngeschäft einen Weg aus der Krise. Vor wenigen Monaten verkaufte der Konzern seine Kabelproduktion.

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