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Zulieferer Leoni und Diehl: Zusammenarbeit bei Batteriesystemen

| Autor / Redakteur: Jürgen Goroncy / Thomas Günnel

Leoni und Diehl arbeiten bei Hochvolt-Batteriesystemen für Elektro- und Hybridfahrzeugen zusammen. Konkret geht es dabei um die Energie- und Datenübertragung und das Thermomanagement der Batterie.

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Leoni und Diehl arbeiten künftig bei Hochvolt-Batteriesystemen für Elektro- und Hybridfahrzeuge zusammen. Im Bild das Management beider Unternehmen.
Leoni und Diehl arbeiten künftig bei Hochvolt-Batteriesystemen für Elektro- und Hybridfahrzeuge zusammen. Im Bild das Management beider Unternehmen.
(Bild: Leoni )

Die beiden in Nürnberg ansässigen Automobilzulieferer Leoni und Diehl arbeiten im Bereich Hochvolt-Batteriesysteme zusammen. Das Ziel der Allianz ist es, auf den bereits bestehenden Kompetenzen der zwei Partner aufzubauen und im wachsenden Markt der elektrifizierten Antriebe den Kunden Systemlösungen für die Elektromobilität anzubieten. Im ersten Schritt haben Leoni und Diehl die Hochvolt-Batterie im Fokus.

Auf Nachfrage der Fachzeitschrift »Automobil Industrie« wollen sich die Partner bei der Zielgruppe zuerst auf europäische OEMs konzentrieren, die ab 2020 oder 2021 mit Zellkontaktiersystemen, Modulverbinder, Batterie-Management-Systemen und Thermomanagementsystemen aus der Kooperation beliefert werden sollen.

Vorerst ist nicht geplant, ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen. Doch ausschließen wollten die Vorstände Dr. Heiner Schunk von Diehl Metall und Martin Stüttem von Leoni diese Lösung für die Zukunft nicht, wenn der Markt positiv auf das gemeinsame Angebot reagiert. Gegenwärtig wird in gemischten Teams gearbeitet, deren Größe jeweils vom Bedarf abhängen.

Über Leoni und Diehl

Leoni erwirtschaftet als Kabel- und Bordnetzspezialist etwa 80 Prozent der knapp fünf Milliarden Umsatz mit der Automobilbranche. In der Metalldivision von Diehl sind es zirka 650 Millionen Euro, die im vergangenen Jahr im Automotivegeschäft unter anderem mit Synchronringen für Getriebe, Gesenkschmiedeteile für Turbolader und Zellkontaktiersystemen angefallen sind.

Die Kooperation will das Geschäft mit der Automobilbranche weiter intensivieren, da sie davon ausgeht, dass das Wachstum mit elektrifizierten Antrieben künftig steil ansteigen wird. Außerdem sind Schunk und Stüttem davon überzeugt, dass sich Diehl und Leoni vom Know-how optimal ergänzen, wenn es Hochvolt-Batterien geht. „Wir sind zuversichtlich, unseren Kunden neue attraktive Lösungen anzubieten.“

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