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Wirtschaft Mahle übernimmt Mehrheit an Behr-Gruppe

| Redakteur: Thomas Günnel

Die Stuttgarter Mahle GmbH erhöht ihre Beteiligung an der Behr-Gruppe auf rund 51 Prozent. Außerdem wurde mit den Familiengesellschaftern der restlichen Anteile ein Integrationsvertrag geschlossen, zur vollen Integration des künftig „Mahle Behr“ genannten Geschäftsbereichs „Thermomanagement“, in den Mahle-Konzern.

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Der Stuttgarter Kolbenspezialist Mahle hat seine Anteile an der Behr-Gruppe auf rund 51 Prozent erhöht.
Der Stuttgarter Kolbenspezialist Mahle hat seine Anteile an der Behr-Gruppe auf rund 51 Prozent erhöht.
(Foto: Mahle)

Die Anteile von Mahle an Behr betrugen vor der Transaktion 36,85 Prozent. Die Erhöhung wurde möglich durch die Übernahme sämtlicher Anteile der BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft (BWK).Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Die Aufsichtsgremien der beteiligten Unternehmen haben dem Kauf- und Integrationsvertrag bereits zugestimmt.

Die ursprünglich für Anfang 2013 geplante Übernahme der Mehrheit an Behr durch Mahle hatte sich durch ein Ermittlungsverfahren gegen Hersteller thermischer Systeme für Automobile wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Verhaltensweisen verzögert. Auch Behr ist von den Ermittlungen betroffen.

Geplante Umsätze von mehr als zehn Milliarden Euro

Prof. Dr. Heinz Junker, Vorsitzender der Mahle Konzern-Geschäftsführung, erläutert: „Wir haben das Ziel, die Mehrheit an Behr zu übernehmen, nie aufgegeben. Bedingung war jedoch die Klärung der Vorgänge und die Regelung der etwaigen Folgen. Inzwischen sind die möglichen Risiken abschätzbar und wir freuen uns, dass wir mit der Übernahme der Mehrheit und dem Abschluss des Integrationsvertrags nun die entscheidenden Schritte gegangen sind. Unsere Produktportfolios ergänzen sich hervorragend – insbesondere bei der energieeffizienten Mobilität und der dazu notwendigen Effizienztechnologien. Wir planen für die kommenden Jahre mit nachhaltig profitablen Umsätzen von mehr als zehn Milliarden Euro.“

„Phase der Unsicherheit vorbei“

Horst Geidel, Vorsitzender des Behr-Aufsichtsrats und Vertreter der Familiengesellschafter, äußerte sich positiv zur Übernahme: „Ich freue mich außerordentlich, dass nunmehr die Integration von Behr in den Mahle-Konzern stattfinden kann. Damit ist auch die Phase der Unsicherheit vorbei, die viele unserer Mitarbeiter belastete. Die Familiengesellschafter von Behr bleiben am Unternehmen noch länger beteiligt – zunächst mit 49 Prozent.“

Zentralbereiche zusammenführen

Die Unternehmen planen, entsprechende Zentralbereiche beider Unternehmen zusammenzuführen. Dies soll nicht nur in Stuttgart stattfinden, sondern auch in den anderen regionalen Hauptsitzen der Unternehmen in Nord- und Südamerika sowie in Asien. Die Gesamtmitarbeiterzahl beträgt etwa 65.000, davon sind etwa 17.000 in Deutschland beschäftigt.

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