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Produktion Mercedes errichtet Batteriefabrik in den USA

| Autor: Thomas Günnel

Spatenstich bei Mercedes-Benz in den USA: In der Nähe des Pkw-Werks in Tuscaloosa entsteht eine Batteriefabrik. Sie liefert Batterien für elektrische SUVs der Produktmarke EQ.

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Spatenstich bei Mercedes-Benz in den USA: In der Nähe des Pkw-Werks in Tuscaloosa (im Bild) entsteht eine Batteriefabrik.
Spatenstich bei Mercedes-Benz in den USA: In der Nähe des Pkw-Werks in Tuscaloosa (im Bild) entsteht eine Batteriefabrik.
(Bild: Daimler)

Mercedes-Benz errichtet eine Batteriefabrik in den USA, rund elf Kilometer entfernt vom bestehenden Fahrzeugwerk in Tuscaloosa. Das Werk liefert künftig Batterien für elektrisch angetriebene SUVs der Marke EQ – die weltweit an sechs Standorten entstehen sollen. Die neue Batteriefabrik ist Bestandteil des Batterie-Produktionsverbunds mit insgesamt acht Fabriken in Kamenz, Stuttgart-Untertürkheim, Sindelfingen, Peking, Bangkok und jetzt Tuscaloosa.

Die Standorte versorgen vorerst die lokale Fahrzeugproduktion, Exporte sind aber ebenfalls denkbar. Bis zum Jahr 2022 will Mercedes-Benz Cars in jeder Baureihe mindestens ein elektrifiziertes Modell anbieten. Auch die Produktion vollelektrischer SUV-Modelle soll in den USA starten.

Umfangreiche Investitionen

Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands von Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, nahm an der Feier zum Spatenstich teil: „Das exportorientierte Mercedes-Benz-Werk in Tuscaloosa ist eine High-Tech-Produktionsstätte mit einer erfolgreichen Geschichte und einer spannenden Zukunft für unsere Marke in den USA. Wir wollen Vorreiter bei der Entwicklung der Elektromobilität sein und sind hervorragend aufgestellt, um diese Mission zu erfüllen.“ An der Feier zum Spatenstich auf dem Grundstück in Bibb County, Alabama, nahmen auch Jason Hoff, Präsident und CEO von Mercedes Benz U.S. International, die Gouverneurin von Alabama, Kay Ivey, und weitere hochrangige regionale und internationale Gäste teil.

Tuscaloosa ist seit 1997 der Traditionsstandort für die Fertigung von SUVs. Das Werk produziert die aktuellen GLE-, GLE Coupé- und GLS-Baureihen. Zwei Drittel von diesen ausschließlich in Alabama hergestellten Modellen werden exportiert. Seit 1995 hat Mercedes-Benz Cars bereits mehr als sechs Milliarden Dollar in das Werk Tuscaloosa investiert. Mit einer weiteren Milliarde US-Dollar erweitert der Autohersteller jetzt sein industrielles Engagement in der Region. Angekündigt hatte der OEM die Investition bereits im vergangenen Jahr anlässlich der Feier zum 20-jährigen Produktionsjubiläum am Standort. Ein Großteil der Mittel soll in die Umsetzung der „Elektro-Offensive“ fließen. Dadurch entstehen voraussichtlich über 600 neue Arbeitsplätze in Alabama.

Über das Mercedes-Benz-Werk Tuscaloosa

Das Mercedes-Benz-Werk Tuscaloosa (Mercedes-Benz U.S. International – MBUSI) in Alabama, ist Produktionsstandort für die aktuellen SUV-Baureihen GLE, GLS und GLE Coupé. Außerdem wird hier die C-Klasse Limousine für den nordamerikanischen Markt produziert. Im Jahr 2017 liefen im Werk mehr als 300.000 Fahrzeuge vom Band. Aktuell beschäftigt MBUSI rund 3.700 Mitarbeiter und sorgt für mehr als 10.000 Arbeitsplätze bei Lieferanten und Dienstleistern in der Region.

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Über den Autor

 Thomas Günnel

Thomas Günnel

Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE