Suchen

IAA 2013 Mercedes GLA: Der Nachzügler greift an

| Autor / Redakteur: Heiko Haupt/SP-X / Christian Otto

Endlich ein Kompakt-SUV aus Stuttgart. Bis jetzt war Mercedes in diesem Segment noch nicht konkurrenzfähig. Der GLA scheint aber das Potenzial zu haben, Mitbewerbern wie dem X1 von BMW die Stirn zu bieten.

Firmen zum Thema

Endlich hat auch Mercedes mit dem GLA einen Kompakt-SUV im Angebot.
Endlich hat auch Mercedes mit dem GLA einen Kompakt-SUV im Angebot.
(Foto: Daimler)

Kompakte SUV gelten als die Erfolgsmodelle unserer Zeit. BMW preschte schon 2009 mit dem X1 vor, Audi folgte 2011 mit dem Q3 – nur in Stuttgart blieb es erstaunlich ruhig. Erst jetzt zur IAA zeigt Mercedes die schwäbische Interpretation eines kompakten SUV. Die Serienversion des GLA unterscheidet sich nur in Nuancen vom Konzept-Fahrzeug, das als Studie in Shanghai präsentiert wurde. Vor allem das Design wurde nahezu unverändert übernommen. Der GLA gibt sich auf den ersten Blick als Mercedes zu erkennen, vollbringt gleichzeitig das Kunststück, erfrischend neu und modern dazustehen.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 8 Bildern

Die Verwandtschaft zu CLA oder A-Klasse ins Gesicht geschrieben: Denn gerade beim Kühlergrill mit dem großen Zentralstern und bei der Form der Scheinwerfer orientiert sich der Neue an den Familien-Genen. Die Motorhaube mit den sogenannten Powerdomes erinnert ebenfalls an das Vorbild CLA-Coupé.

Aus allen anderen Perspektiven dagegen präsentiert sich der GLA in einem eigenständigen

Erscheinungsbild. Charakteristisch ist die Kombination aus hochgesetzter Karosserie in Verbindung mit dem optisch niedrig gehaltenen „Greenhouse“, also dem oberen Teil des Passagierabteils. Zudem setzten die Designer auf ein muskulöses Auftreten. Das macht besonders die Heckansicht deutlich, wo die ausgeprägten Schultern über den Radhäusern von dem nach oben hin schmal auslaufenden Dach noch betont werden. Den Offroad-Charakter des SUV unterstreichen Elemente wie ein angedeuteter und deutlich sichtbarer Unterfahrschutz.

Geringer Verbrauch inklusive

Die Ingenieure haben es geschafft dem GLA eine cW-Wert von 0,29 ins Blech zu schneidern – was in diesem Segment einen deutlichen Spitzenplatz bedeutet. Unter anderem wurde der Fahrzeugboden großflächig verkleidet. Gleichzeitig wurde viel Aufwand getrieben, um die Windgeräusche im Wagen zu minimieren. Dafür sorgen spezielle Türdichtungen oder auch eine zusätzliche Abdichtung der Querfugen zwischen Dach und Heckklappe.

All diese Maßnahmen gemeinsam führen am Ende auch zu überraschend geringen Verbrauchswerten – der GLA kann laut Daimler je nach Motorisierung bereits mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,3 Litern auf 100 Kilometer bewegt werden. Dieser Wert gilt für den GLA 200 CDI, der von einem Dieselmotor mit 2,2 Litern Hubraum und einer Leistung von 100 kW/136 PS angetrieben wird. Als zweiter Diesel findet sich der GLA 220 CDI im Programm: Auch hier hat der Motor 2,2 Liter Hubraum, die Leistung jedoch beträgt 125 kW/170 PS.

(ID:42260670)