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Fahrbericht Renault Clio Grandtour: Der Klein-Laster

| Autor / Redakteur: SP-X/Benjamin Bessinger / Thomas Günnel

Schicke Kombis, die gab es bislang eigentlich nur von der Mittelklasse aufwärts. Doch mit dem neuen Clio Grandtour zeigt Renault, dass sich auch ein praktischer Kleinwagen pfiffig verpacken lässt. So wird der Franzose zum ersten Lifestyle-Laster im Lande Liliput.

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Einen schicken Kombi für das Kleinwagensegment: Das war das Ziel des französischen Renault-Konzerns. Der Fahrbericht zeigt, ob der Klein-Laster hält, was seine Optik verspricht.
Einen schicken Kombi für das Kleinwagensegment: Das war das Ziel des französischen Renault-Konzerns. Der Fahrbericht zeigt, ob der Klein-Laster hält, was seine Optik verspricht.
(Foto: Renault)

Zwar haben sie den Dreitürer beim Generationswechsel vorsichtshalber schon einmal aus dem Programm genommen. Doch bei gerade mal 4,06 Metern Länge und 300 Litern Kofferraum ist der neue Renault Clio auch als Fünftürer für Familien nicht unbedingt die erste Wahl. So lange der Nachwuchs noch klein ist und der Urlaub kurz bleibt, ist der pfiffige Pariser durchaus das passende Auto. Doch wer größeren Transportbedarf hatte, wurde in der neuen Baureihe bislang schlecht bedient. Aber damit ist es jetzt vorbei. Denn nur ein halbes Jahr nach dem Steilheck schicken die Franzosen im April die Kombi-Variante Grandtour zu Preisen ab 13.800 Euro ins Rennen. Sie behält das verführerische Design und hat jetzt eine fast noch knackigere Kehrseite, umgarnt die Familienväter aber obendrein mit einem sehr vernünftigen Zuschnitt und jeder Menge Platz.

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20 Zentimeter länger als der Fünftürer

Und ein paar pfiffige Extras haben die Franzosen auch noch eingebaut. Gegenüber dem Fünftürer hat Renault den Grandtour bei unverändertem Radstand hinten um gute 20 Zentimeter gestreckt. Das kommt nicht nur dem Kofferraum zugute, sondern hilft auch den Hinterbänklern: Sie genießen jetzt ein wenig mehr Kopffreiheit und einen bequemeren Einstieg. Doch natürlich ist es vor allem die große Klappe, die am Kombi reizt. Sie gibt den Weg frei zu einer topfebenen Fläche, auf der man stolze 443 Liter stapeln kann. Lupft man den Ladeboden, warten im Tiefparterre noch einmal 85 Liter Stauraum. Und wer noch mehr einpacken möchte, der legt mit zwei Handgriffen die Rückbank flach. Dann schluckt der Grandtour 1.380 Liter und damit rund 100 Liter mehr als sein Vorgänger. Selbst lange Latten, die großen Pakete aus dem Baumarkt und zur Not auch mal ein Surfbrett sind für den Franzosen kein Problem: Denn wenn man zur Rückbank auch noch die Lehne des Beifahrersitzes umlegt, wächst die Ladelänge auf fast 2,50 Meter.

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