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Wirtschaft Rettinger Kunststofftechnik stellt Geschäftsbetrieb ein

| Redakteur: Lena Bromberger

Die Rettinger Kunststofftechnik GmbH schließt zum 31. Januar 2021. Kein Investor ist bereit, das Unternehmen zu übernehmen.

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Tobias Hirte, Schultze und Braun.
Tobias Hirte, Schultze und Braun.
(Bild: Schultze und Braun)

Die Rettinger Kunststofftechnik GmbH stellt mit Wirkung zum 31. Januar 2021 ihren Geschäftsbetrieb ein. Das teilte der Insolvenzverwalter des Herstellers von Kunststoffspritzgussteilen, Tobias Hirte den rund 60 verbliebenen Mitarbeitern heute nach eigenen Angaben bei einer Belegschaftsversammlung mit. Es fand sich kein Investor für das angeschlagene Unternehmen.

Überkapazität, internationale Konkurrenz und hoher Kostendruck

Der Markt für Kunststoffspritzguss-Produkte sei von Überkapazitäten und starker internationaler Konkurrenz geprägt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Er unterliegt daher einem hohen Kostendruck. Zudem sei die unsichere Entwicklung der Wirtschaft in Pandemie-Zeiten ein ganz erheblicher Faktor bei der Suche nach Investoren gewesen. „Letztendlich haben sich alle Interessenten aus dem laufenden Investorenprozess zurückgezogen. Niemand sah sich in der Lage, das Unternehmen mit frischem Geld und einem sicheren Zukunftskonzept zu versorgen“, bedauert Hirte.

Der Insolvenzverwalter hatte das Unternehmen nach dem Insolvenzantrag im September 2019 bis heute fortgeführt, in der Hoffnung, eine geeignete Sanierungslösung für Rettinger zu finden. „Die Mitarbeiter haben vollen Einsatz gezeigt, gerade in den Zeiten, in denen wir auf Kurzarbeit zurückgreifen mussten. Die Geschäftspartner standen zum Unternehmen und haben das Ihre dazu beigetragen, dass wir das Unternehmen so lange wie möglich fortführen können. Dennoch bleibt nichts anderes übrig als den Geschäftsbetrieb einzustellen“, sagt Hirte.

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