Autonomes Fahren

Sepp Hochreiter: Deep-Learning-Forschung für Audi

| Autor: Svenja Gelowicz

Sepp Hochreiter, 51, leitet das Labor für künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence LAB) am Linz Institute of Technology (LIT).
Sepp Hochreiter, 51, leitet das Labor für künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence LAB) am Linz Institute of Technology (LIT). (Bild: JKU Linz)

Sepp Hochreiter gilt als Koryphäe für künstliche Intelligenz (KI), seine Grundlagenforschung über Deep Learning verwenden Google, Amazon und Facebook. Jetzt bringt er Autos das selbstständige Fahren bei.

Wenn Sepp Hochreiter spricht, hört man zu – er redet schnell, gestikuliert viel und watscht ohne mit der Wimper zu zucken Tech-Giganten in puncto KI-Know-how ab. Das war nicht immer so. Als der Münchner zum ersten Mal im Jahr 1991 seine „Long short-term“-Netze (LSTM) in seiner Diplomarbeit vorstellte, löste er damit wenig Begeisterung aus. Mittlerweile gelten diese Netze als Schlüsseltechnologie, sind Grundlage für die Spracherkennungssoftware in fast jedem Handy weltweit. Hochreiters Institut für Bioinformatik an der österreichischen Johannes Kepler Universität (JKU) Linz ist unter KI-Experten eine renommierte Adresse.

Unter denen, die auf die Forschung des Münchners setzen, sind Konzerne wie Microsoft, Google, Apple oder Zalando – und auch die Autoindustrie klopft an: Hochreiter nennt Tesla, Bosch und ZF und sagt: „Die fragen quasi nach künstlicher Intelligenz zum Mitnehmen.“ Aber so funktioniert KI nicht.

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