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Produktion Siemens und Qualcomm testen privates 5G-Netz

| Redakteur: Thomas Günnel

5G ist bislang eher Hype statt gelebter Zukunft. Siemens und Qualcomm wollen das ändern und haben dafür einen Automotive Showroom und ein Testcenter installiert.

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5G realistisch testen: Siemens und Qualcomm haben dafür einen Automotive Showroom aufgebaut.
5G realistisch testen: Siemens und Qualcomm haben dafür einen Automotive Showroom aufgebaut.
(Bild: Siemens)

Was geht mit 5G und was nicht? Der Antwort auf diese Frage gehen Siemens und Qualcomm nach. Die Unternehmen haben in Nürnberg ein privates 5G-Standalone-Mobilfunknetz installiert. Im Automotive Showroom und Testcenter wollen die beiden Konzerne die Tauglichkeit von 5G für industrielle Anwendungen testen, darunter Feldbus-Protokolle wie OPC UA und Profinet. Nach eigenen Angaben nutzen sie dafür das von der Bundesnetzagentur reservierte Frequenzband zwischen 3,7 und 3,8 GHz.

Siemens stellt die industriellen Testbedingungen und Endgeräte wie Steuerungen und IO-Devices zur Verfügung. Qualcomm liefert das 5G-Testnetz und die dazugehörigen Testgeräte. Bereits im Jahr 2018 hatten Audi und Ericsson die Möglichkeiten der Mobilfunktechnik in einem Industrie-4.0-Pilotprojekt sondiert.

100 MHz 5G-Bandbreite für Industrieanwendungen

In Deutschland hat die Bundesnetzagentur insgesamt 100 MHz Bandbreite im Frequenzbereich zwischen 3,7 GHz und 3,8 GHz für die lokale Nutzung in Industrieumgebungen reserviert. Unternehmen können so ein Spektrum für einen jährlichen Betrag mieten und innerhalb ihrer eigenen Betriebsstätten nutzen. Über die Infrastruktur lassen sich zum Beispiel fahrerlose Transportsysteme (AGV) steuern, die vor allem in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen.

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