Automatisiertes Fahren Umfeldsensorik: „Autoindustrie kann nicht weiter auf Ego-Perspektive beharren“

Autor: Sven Prawitz

Ohne Vogelperspektive wird das autonome Fahren nie möglich sein, glaubt Professor Alois Knoll von der TU München. Den Staat sieht er in der Pflicht, diese Dimension einzufordern.

Prof. Alois Knoll, TU München: „Es wird sehr schwierig für die Autohersteller, gegen den publizierten Stand zu behaupten, sie könnten das autonome Fahren ohne zusätzliche Perspektive schaffen.“
Prof. Alois Knoll, TU München: „Es wird sehr schwierig für die Autohersteller, gegen den publizierten Stand zu behaupten, sie könnten das autonome Fahren ohne zusätzliche Perspektive schaffen.“
(Bild: TU München)

Im Projekt „Providentia++“ (lat. für Vorsehung) entwickelt ein Konsortium unter der Leitung der TU München eine Technik, die das Verkehrsgeschehen von oben erfasst und digitalisiert. Auf der Autobahn A9, wenige Kilometer nördlich von München, erfassen acht Kameras und acht Radare den Verkehr von einer Schilderbrücke aus (Live-Video von der A9). Das Ziel: Ein digitaler Echtzeit-Zwilling, der auch in der Nacht und unter widrigen Umweltbedingungen tadellos funktioniert – und zwar nicht ausschließlich auf der Autobahn, sondern künftig auch im Stadtgebiet. Beteiligt sind unter anderem der Zulieferer Valeo sowie Elektrobit und Intel. Professor Alois Knoll verantwortet das Projekt.

Wir schaffen eine völlig andere Entscheidungsgrundlage.

Über den Autor

 Sven Prawitz

Sven Prawitz

Fachredakteur, »Automobil Industrie« und Next Mobility