Mobiler Stromspeicher VW und Elli starten Vehicle-to-Grid-Laden

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Volkswagen und Elli bringen Vehicle-to-Grid-Laden in den Volumenmarkt. Interessenten können sich ab sofort registrieren – richtig losgehen soll es ab Ende des Jahres.

Interessenten für das V2G-Angebot von Volkswagen und Cupra können sich ab sofort registrieren.(Bild:  Volkswagen)
Interessenten für das V2G-Angebot von Volkswagen und Cupra können sich ab sofort registrieren.
(Bild: Volkswagen)

Die Volkswagen-Konzerntochter Elli will nach eigenen Angaben Vehicle-to-Grid-Laden „zeitnah“ in Deutschland anbieten; gemeinsam mit den Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Cupra. Mittels eigenem Ladegerät, dem Tarif „Volkswagen Naturstrom V2G Flow“ und einer App sollen E-Autos Zugang zum Energiemarkt erhalten. 

So funktioniert die Registrierung

Interessenten können sich auf der Elli Website für das Vehicle-to-Grid-Angebot registrieren. Die Registrierung dient laut Elli der unverbindlichen Vormerkung über die nächsten Schritte. Der geplante Bestellstart ist Ende des Jahres. Registrierte Kundinnen und Kunden werden informiert, sobald die Bestellung der DC-bidirektionalen Wallbox und der Abschluss des Tarifs möglich sind.

Mitmachen können Nutzer, in dem sie ihr E-Auto zu Hause an ihren Ladepunkt anschließen. Per App können sie festlegen, wann das Fahrzeug mit welchem Mindestladezustand wieder verfügbar sein soll. Die Standzeit nutzt das System vereinfacht gesagt, um Strom dynamisch zu speichern und abzugeben. Im ersten Vertragsjahr ist nach aktuellem Plan laut Elli  ein Bonus von bis zu 720 Euro möglich.

V2G funktioniert ab ID-Software 3.5 

Weitere Konzernmarken und Märkte unter anderem Frankreich und Großbritannien will Elli anschließen, sobald technische, regulatorische und produktseitige Voraussetzungen erfüllt sind. Funktionieren soll das Angebot mit Fahrzeugen ab ID-Software 3.5 mit einer Batteriekapazität ab 77 Kilowattstunden, außerdem mit allen ID-Modellen mit ID-Software 6.

Elli übernimmt in dem Angebot die Rolle des Energiemanagers: energiewirtschaftliche Integration, Entwicklung und Betrieb der App-Steuerung, Tariflogik, Optimierung im Hintergrund, Aggregation verfügbarer Batteriekapazitäten und Vermarktung von Flexibilität liegen bei dem Unternehmen.

„Die Speicher stehen in den Garagen unserer Kunden“

„Die Energiewende braucht Speicher und viele davon stehen bereits in den Garagen unserer Kundinnen und Kunden“, beschreibt Elli-Chef Giovanni Palazzo. „Mit Vehicle-to-Grid machen wir die Batterie des Elektroautos erstmals zu einem aktiven Bestandteil des Energiesystems. Elli bündelt verfügbare Batteriekapazitäten, verbindet sie mit dem Energiemarkt und macht daraus steuerbare Flexibilität in Form eines virtuellen Kraftwerks. Dadurch entsteht ein vernetztes Energie-Ökosystem, das Kundennutzen und Systemnutzen zusammenbringt.“

Für den Markthochlauf von Vehicle-to-Grid greift Elli teilweise auf die Technologie von The Mobility House Energy zurück. Das Unternehmen bündelt mit seiner Plattform die verfügbaren Batteriekapazitäten und stellt die bidirektionale Ladestation zur Verfügung. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung bei der Integration von Elektrofahrzeugen in Energiemärkte und beim kommerziellen Umsetzen von Vehicle-to-Grid- und Flexibilitätskonzepten in Europa.

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