Connectivity

Volkswagen mit neuer Software-Einheit

| Autor: Jens Scheiner

In der neuen „Car.Software“-Einheit von Volkswagen sollen künftig bis zu 5.000 Digital-Experten eine neue Software-Plattform aufbauen. Das erste Fahrzeug, das auf dieser Plattform basiert, ist der ID.3.
In der neuen „Car.Software“-Einheit von Volkswagen sollen künftig bis zu 5.000 Digital-Experten eine neue Software-Plattform aufbauen. Das erste Fahrzeug, das auf dieser Plattform basiert, ist der ID.3. (Bild: Volkswagen)

Mit der neuen Einheit „Car.Software“ will Volkswagen seine Software-Kompetenzen bündeln und ausbauen. Dafür will der Konzern bis 2025 mehr als 5.000 Digital-Experten einstellen. Ihr erstes großes Projekt: der neue ID.3.

Allein in Fahrzeugen von Volkswagen sind aktuell bis zu 70 Steuergeräte mit Betriebssoftware von 200 unterschiedlichen Zulieferern verbaut. Das soll sich mit der neuen Einheiten „Car.Software“ ändern: Der Konzern will eigenen Angaben zufolge deutlich mehr Software im Auto und für fahrzeugnahe Serviceleistungen selbst entwickeln und den Eigenanteil von heute unter zehn Prozent auf mindestens 60 Prozent bis 2025 erhöhen. Ermöglichen soll dies eine einheitliche Software-Plattform mit allen Basisfunktionalitäten für alle Fahrzeuge– bestehend aus dem Betriebssystem „vw.os“ und der Volkswagen Automotive Cloud. Bis 2025 sollen alle neuen Modelle des Konzerns auf dieser Software-Plattform laufen. Das erste Fahrzeug ist der ID.3.

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Gleiches gilt für die sogenannten digitalen Ökosysteme der Marken, über die unterschiedliche Services wie beispielsweise die Suche von E-Ladestationen. Bei Volkswagen Pkw heißt dieser Service „We Charge“. Über alle Marken hinweg lassen sich beispielsweise die Basisfunktionen „Suche nach Stationen in der Nähe“ bzw. „Bezahlen mit unterschiedlichen Zahlungsarten“ vereinheitlichen.

„Wir werden Software mit einheitlichen Basisfunktionen für alle Konzernmarken entwickeln und können damit die Komplexität enorm reduzieren. Perspektivisch nutzen wir die Skalenvorteile unseres Konzernverbundes. Dies ist gerade im Bereich der Software besonders sinnvoll und führt zu enormen Kostenvorteilen“, sagt Christian Senger, Vorstand der Marke Volkswagen für Digital Car and Services.

Bis zu 5.000 Digital-Experten werden benötigt

Für die Umsetzung der Ziele will VW bis 2025 mehr als 5.000 Experten in Kompetenzbereichen wie der Software-Entwicklung, Elektrik- und Elektronikentwicklung, Konnektivität, automatisiertes Fahren, User Experience (UX), Cloud-Architektur und E-Commerce in einer Einheit „Car.Software“ zusammenführen. Sie werden dort in fünf Kernbereichen zusammenarbeiten und markenübergreifende Umfänge entwickeln. Noch in diesem Jahr werden rund 500 Experten in dieser Software-Einheit zusammenarbeiten, 2020 sollen es bereits rund 2.000 sein.

Neben der Zusammenführung von Experten aus Marken und Gesellschaften im Konzern wird Volkswagen den Personalaufbau vor allem über die Gewinnung neuer Fachkräfte und Konsolidierung strategischer Unternehmensbeteiligungen bzw. Zukäufe und strategische Partnerschaften vorantreiben.

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