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Weigl Group Weigl Zerspanungstechnik ist insolvent

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die Weigl Zerspanungstechnik GmbH aus Zittau hat am Mittwoch einen Insolvenzantrag gestellt. Die anderen Unternehmensteile und Produktionsstandorte der Weigl-Gruppe sind von der Insolvenz nicht betroffen.

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Die Gruppe hat neben Zittau noch drei weitere Werke in Deutschland und je eines in Schweden und Indien. Trotz steigender Auftragseingänge sei eine Konsolidierung nach der Krise laut Weigl nicht finanzierbar gewesen. Zittau produziert unter anderem Common-Rail-Pumpengehäuse. 98 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet die Gruppe in der Fahrzeugindustrie.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Zittauer Unternehmens bestellte das Amtsgericht Dresden Rechtsanwalt Henning Schorisch. „Zunächst geht es darum, den Produktionsbetrieb fortzuführen“, sagte Schorisch. „Langfristiges Ziel ist es, das Unternehmen und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten. Von den 100 Mitarbeitern des Unternehmens sind derzeit 70 Mitarbeiter in Kurzarbeit.“ Im Ergebnis der seit geraumer Zeit bestehenden Krisensituation sei der von ihm angetroffene Betriebszustand unbefriedigend gewesen.

Darüber hinaus hat Schorisch nach eigenen Angaben mit Lieferanten und Kunden Kontakt aufgenommen und sie über die Betriebsfortführung informiert. Parallel dazu wird geprüft, ob das Unternehmen über einen Verkauf oder ein Insolvenzplanverfahren saniert werden kann.

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