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Mobilitätskonzepte

Wunder Mobility Summit: Vordenker der Mobilität

| Autor/ Redakteur: Christian Otto / Thomas Günnel

Beim Wunder „Mobility Summit“ treffen sich heute (25. Oktober) in Hamburg rund 200 Mobilitätsspezialisten. Ihr Ziel: neue Akzente für die urbane Mobilität setzen.

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Beim Wunder „Mobility Summit“ treffen sich in Hamburg rund 200 Mobilitätsspezialisten und diskutieren Aspekte der urbanen Mobilität setzen.
Beim Wunder „Mobility Summit“ treffen sich in Hamburg rund 200 Mobilitätsspezialisten und diskutieren Aspekte der urbanen Mobilität setzen.
(Bild: Wunder Mobility)

Worüber diskutieren Vertreter der klassischen Automobilindustrie wie Porsche oder Denso mit aufstrebenden Firmen wie Citymapper oder „what3words“? Richtig! – über Mobilität im urbanen Umfeld. Das scheint bei der derzeit wachsenden Zahl von Veranstaltungen nichts Besonderes zu sein.

Allerdings sprechen zwei Faktoren für eine besondere Güte des heute in Hamburg veranstalteten Wunder Mobility Summit: Es lädt kein journalistisches Medium zum Austausch von 200 Spezialisten, sondern mit Wunder Mobility ein erfahrener Plattformanbieter und nach eigener Aussage Technologielieferant im Feld Mobilität für diverse Hersteller. Als einer unter Gleichen gelang es dem Unternehmen deshalb, eine handverlesene Gruppe von internationalen Mobilitätsspezialisten zu versammeln. Der zweite Faktor: Eine Teilnahme ist wirklich nur mit einer Einladung möglich.

Kommunen bestimmen die Regeln

Dabei zeigt schon der Keynote-Sprecher, wer künftig eine wesentliche Rolle bei der urbanen Mobilität spielen wird: Es sind die Städte selbst. Und deshalb stellte Martin Huber, Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenwesen, einige Visionen der Hansestadt vor. Vor allem die Automatisierung des Transportes ist ein Ziel, das der Stadtstaat bis 2030 forcieren will. Dafür und für andere Felder hat Hamburg allein 41 Projekte aufgesetzt.

Huber betont, dass die Stadt bei allen neuen Mobilitätsangeboten auch die klassischen Transportunternehmer wie Taxis mitnehmen will und möglichen Zukunftsängsten mit Dialogen begegnet. „Hamburg ist eine Stadt der Lösungen“, erklärt Huber und verweist auf den kommenden ITS-Weltkongress (World Congress on Intelligent Transport Systems) im Jahr 2021, mit dem man den eigenen Anspruch als Mobilitäts-Vorreiter in Deutschland verdeutlichen will.

Offene Podiumsdiskussion

Der weitere Tag ist gespickt mit inhaltlichen Höhepunkten. Themen wie die Veränderung des öffentlichen Raums in Städten, Carpooling, die letzte Meile aber auch die Vernetzung von Fahrzeugen werden in Diskussionsrunden besprochen. Und der Wunder-CEO betont dabei die Interaktivität des Summits: Wenn jemand aus dem Publikum sich einbringen möchte, darf er auch auf der Bühne die Diskussionen bereichern.

Neben der Theorie lassen sich in einer begleitenden Ausstellung Mobilitätsangebote direkt erfahren. Plattformen wie die Volkswagentochter Moia präsentieren vor Ort auch ihre Fahrzeuge. Der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragene Summit will über diese Inhalte jährlich wachsen. In diesem Jahr waren 200 Spezialisten von 150 Firmen vertreten. Hiervon waren wiederum 60 Start-ups. Für Wunder ein Weg, um den richtigen Mix zwischen neuer und alter Welt zu erreichen.

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Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, AUTOMOBIL INDUSTRIE