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IAA 2018

ZF: Elektrische Antriebsmodule für Busse und Lkw

| Autor/ Redakteur: Holger Schweitzer / Sven Prawitz

Sowohl im öffentlichen Nah- als auch beim innerstädtischer Verteilerverkehr nimmt das Interesse an elektrischen Antrieben für Busse und Lkw zu. Für diese hat der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen elektrische Antriebe entwickelt.

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Im Demonstrationsbus hat ZF zwei Elektroportalachsen des Modells AVE-130 verbaut.
Im Demonstrationsbus hat ZF zwei Elektroportalachsen des Modells AVE-130 verbaut.
(Bild: ZF Friedrichshafen AG)

Speziell für Busse und Lkw, die im innerstädtischen Bereich unterwegs sind, hat der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen elektrische Antriebe entwickelt. Sie nehmen den gleichen Bauraum wie herkömmliche Antriebe ein und können deshalb laut Unternehmensangaben in bestehende Fahrzeugmodelle ab Werk verbaut werden.

Je nach Fahrzeug und Einsatzbereich stehen drei verschiedene Konzepte zur Wahl: Für den Einsatz in Bussen gibt es zwei elektrische Antriebe, eine Elektroportalachse und ein elektrischer Zentralantrieb. Eher für schwere Lkws in der Langstreckenlogistik haben die Friedrichshafener einen Parallelhybrid-Antrieb entwickelt.

Vergleichbarer Bauraum für E-Achse

Wie Antrieb und Fahrzeug aufeinander abgestimmt werden können, zeigt das Unternehmen anhand eines 18 Meter langen Demonstrations-Gelenkbusses: Hier sind zwei Module der Elektroportalachse AVE-130 mit insgesamt vier Motoren eingesetzt. Handelt es sich um einem Standardgelenkzug könne, so der Zulieferer, auch eine angetriebene Elektroportalachse ausreichend sein. Zum Lieferumfang gehören ferner Wechselrichter, Fahrsteuerung sowie die Leistungselektronik.

Der erforderliche Bauraum unterscheidet sich laut ZF nicht von einer herkömmlichen Portalachse weshalb er in bestehende Fahrwerksplattformen integriert werden könne. Zudem sei die E-Portalachse mit fast allen gängigen Stromquellen kompatibel, von Batterien über Supercaps bis hin zu Brennstoffzellen, Oberleitungen und Hybrid-Konzepten.

Hybridantrieb für Langstreckenlogistik

Speziell für Niederflur- und Hochbodenbusse, aber auch Fahrzeuge im Verteilerverkehr bieten die Antriebsspezialisten den Zentralantrieb Ce-Trax an. Auch er kann laut Herstellerangaben in bestehende Fahrzeugplattformen verbaut werden, ohne dass größere Änderungen an Fahrwerk, Achsen, Statik oder Differential erforderlich seien. Der E-Zentralantrieb verfügt über eine maximale Leistung von bis zu 300 kW und ein maximales Drehmoment von 4.400 Nm.

Liegt bei den E-Antrieben der Fokus mehr auf dem innerstädtischen Bereich, so sieht ZF für Langstrecken Hybridantriebe im Vorteil, wie etwa bei Langstreckenlogistik und Reisebussen. Der Parallelhybrid-Antrieb Tra-Xon Hybrid besteht aus einer zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe positionierten elektrischen Maschine, die alle Hybridfunktionalitäten ermöglichen soll. Interessant für Kühltransporte: Im Generatorbetrieb kann das Hybridmodul in die Stromversorgung weiterer Aggregate eingebunden werden.

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