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Druckguss ZF kauft Honsel-Werk

| Redakteur: Bernd Otterbach

ZF hat das Werk Nürnberg des Leichtmetallspezialisten Honsel gekauft. Der fränkische Standort produziert Getriebegehäuse und Getriebeteile aus Aluminium und Magnesium.

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Die Friedrichshafener wollen mit der Übernahme die eigene Produktion von Automatikgetrieben für Pkws absichern. „Deshalb haben wir vor einem halben Jahr die französische Honsel-Tochter Fonderie Lorraine übernommen – und deshalb haben wir nun das Honsel-Werk Nürnberg von der deutschen Muttergesellschaft erworben“, sagte der scheidende ZF-Vorstandsvorsitzende Hans-Georg Härter.

Das Werk Nürnberg wird im laufenden Geschäftsjahr etwa 150 Millionen Euro Umsatz erzielen und beschäftigt derzeit rund 750 Stammmitarbeiter sowie knapp 150 Leiharbeiter. Alle Mitarbeiter werden von ZF übernommen.

Nürnberg wird „Druckguss-Keimzelle“

Das Werk macht rund zwei Drittel seines Umsatzes mit dem ZF-Konzern, der unter anderem Gehäuse für seine Sechsgang-, Achtgang- und Doppelkupplungsgetriebe sowie Getriebe-Steuerteile aus Nürnberg bezieht. „Das Werk Nürnberg dient uns als Druckguss-Keimzelle, mit der wir unsere Leichtbau-Kompetenz erhöhen“, so Härter weiter. „Dort haben wir genügend Ressourcen, um flexibel auf die Kundennachfrage reagieren zu können. Selbstverständlich beliefern wir auch die anderen Kunden aus dem Werk Nürnberg in gewohntem Umfang weiter.“

Honsel hatte im Oktober 2010 Insolvenz angemeldet. Am Erwerb des Unternehmens war auch ZF interessiert, unterlag im Bieterverfahren aber dem kanadischen Zulieferer MartinRea und dem Finanzinvestor Anchorage.

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