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Zulieferer 100 Jahre Leoni: „Aus Fehlern lernen"

| Autor / Redakteur: Christian Otto / Lisa Marie Waschbusch

Betriebswirtschaftliche Schwierigkeiten oder ein Betrugsfall in Millionenhöhe kratzten am Ansehen von Leoni – 2017 ging es endlich bergauf. Vorstandsmitglied Martin Stüttem über Probleme in der Vergangenheit und künftige Ziele für Elektromobilität und Automatisierung.

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Leoni arbeitet immer stärker an der Automatisierung seiner Produktion. Aluminium-Stromschienen werden in in Osteuropa bereits vollautomatisch gefertigt.
Leoni arbeitet immer stärker an der Automatisierung seiner Produktion. Aluminium-Stromschienen werden in in Osteuropa bereits vollautomatisch gefertigt.
(Bild: Leoni)

2017 feierte Leoni 100-jähriges Jubiläum – ein Ziel, was meist nur die flexibelsten Unternehmen einer Branche erreichen. Doch in den vergangenen Jahren kratzten einige Faktoren stark am Ansehen der Marke: ob im Jahr 2015 die zu hohen Anlaufkosten in rumänischen Werken, die aus den Schwierigkeiten bei der Beschaffung von ausreichend Personal resultierten, die Gewinnwarnungen im Jahr 2015 und 2016, die auch zu mehrmaligem Personalwechsel im Top-Management führten oder aber ein Betrugsfall, der das Unternehmen im vergangenen Jahr 40 Millionen Euro kostete.

Doch im vergangenen Jahr, in dem das Traditionsunternehmen sein 100-jähriges Bestehen feierte, schienen sich die Wogen zu glätten – trotz des Abgangs von CEO Dieter Bellé. An der positiven Entwicklung des Bordnetzherstellers ist auch Martin Stüttem, seit April 2017 Mitglied des Vorstandes der Leoni AG, beteiligt. Er ist verantwortlich für den Unternehmensbereich Wiring Systems und Sustainability Management. Der studierte Maschinenbauer war zuletzt bei Faurecia im Bereich Emissions Control Technologies als Vice President Europe Division tätig.

Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, AUTOMOBIL INDUSTRIE