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Leichtbau Aluminium-Karosserie wiegt weniger als 200 Kilo

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Hydro und die Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen aus Aachen entwickelten eine Karosserie ganz aus Aluminium, die insbesondere für Elektrofahrzeuge gedacht ist.

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Die neue Voll-Aluminium-Karosserie von Hydro und der Fka wiegt nur 199 Kilogramm.
Die neue Voll-Aluminium-Karosserie von Hydro und der Fka wiegt nur 199 Kilogramm.
(Bild: Hydro)

Elektrofahrzeuge gelten als Schlüssel für die Mobilität der Zukunft. Probleme bereiten allerdings die nach wie vor hohen Fahrzeuggewichte durch die schweren Batteriepakete. Eine Leichtbaulösung könnte jetzt der Aluminiumhersteller Hydro und die Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen (Fka) aus Aachen entwickelt haben. Sie konstruierten eine Karosserie aus Aluminium die genauso sicher und steif wie eine Stahlkarosserie sein soll. Mit dem neuen Leichtbaukonzept gelang es das Gewicht der Karosserie auf 199 Kilogramm zu senken und verglichen mit einem Multimaterial-Konzept in der Crash-Simulation die gleichen Leistungen hervorzurufen. Weitere Einsparungen sieht Hydro bei Türen, Haube und Heck, wo das Gewicht nochmals um 37,5 Kilogramm zu verringern sein soll.

Leichter als Multimaterial-Konzept

„Wir sind begeistert, dass unsere Voll-Aluminium-Karosserie deutlich mehr Gewicht einspart als das Multimaterial-Konzept des offiziellen Projekts »Light e-Body«“ sagt Eike Brünger, Leiter des Produktbereichs Automobil bei Hydro. Das Gemeinschaftsprojekt von Ford und Volkswagen hatte 2014 eine Karosserie in Multimaterialbauweise entwickelt, die mit 248 Kilogramm Gewicht leichter als vergleichbare Stahlkarosserien war. „Es vermittelt eine wunderbare Nachricht an E-Fahrzeughersteller: Effiziente, Energie sparende Automobile lassen sich mit Leichtmetall nach heutigem Stand der Technik bauen und auch vollständig recyceln“, ergänzt Brünger. Die Aluminiumkarosserie soll darüber hinaus Großserientauglich und zu „einem vernünftigen Preis darstellbar“ sein.

Hydro zählt zu den führenden Anbietern von Aluminiumbändern und –blechen für den Automobilbau. Die Fka GmbH ist ein Spin-off und Partner des Ika-Instituts und ist Teil der RWTH Aachen.

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