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Elektronik Automatisiertes Fahren: Nvidia leitet Clepa-Arbeitsgruppe

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Das Technologieunternehmen Nvidia wird künftig die Clepa-Arbeitsgruppe für Sicherheit automatisierter Fahrzeuge leiten. Dies beinhaltet nicht nur neue Formen der Validierung, sondern auch überarbeitete Sicherheitsstandards.

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Nvidia soll die Arbeitsgruppe der Clepa für hochvernetzte automatisierte Fahrzeuge leiten.
Nvidia soll die Arbeitsgruppe der Clepa für hochvernetzte automatisierte Fahrzeuge leiten.
(Bild: Nvidia)

Das US-Technologieunternehmen Nvidia leitet künftig die Arbeitsgruppe der European Association of Automotive Suppliers (Clepa) für hochvernetzte automatisierte Fahrzeuge. Die Gruppe, bestehend aus europäischen Automobilzulieferern, soll zur Entwicklung neuer UNECE-Bewertungsmethoden für automatisierte Fahrzeuge beitragen.

Virtuelle Validierung

Clepa untersucht vier Hauptbereiche der Validierung: Audit Assessment, Track Testing, Real World Testing und Virtual Testing oder Simulation. Die Simulation ist zu einem leistungsstarken Werkzeug in der automatisierten Fahrzeugentwicklung geworden: Mit verschiedenen Plattformen sollen Hersteller in einem Bruchteil der Zeit, die sie benötigen, um diese Strecken in der realen Welt zu überwinden, viele Kilometer fahren können. Diese Fähigkeit ist wertvoll für die Validierung und Verifizierung. Die Regulierungsbehörden können spezifische Tests entwerfen, die in der realen Welt schwer nachzubilden sind, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Funktionale Sicherheit

Automatisierte Fahrzeuge erfordern nicht nur neue Formen der Validierung, sondern auch aktualisierte Standards für die Sicherheit selbst. ISO 26262 ist die Norm für funktionale Sicherheit in modernen Fahrzeugen. Es deckt die Hardware des Fahrzeugs und die geringe Softwareausstattung ab und definiert Spezifikationen für Teile, um Ausfälle zu vermeiden. Automatisierte Fahrzeuge, die auf ein höheres Maß an Software angewiesen sind, erfordern ein neues Denken in Sachen funktionaler Sicherheit. Um diese Lücke zu schließen, entwickelt die Industrie eine neue Norm: ISO 21448 – bekannt als Safety of the Intended Functionality (SOTIF).

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