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Wirtschaft Autozulieferer Adient streicht Hunderte Jobs

| Autor: Svenja Gelowicz

Der Sitzspezialist baut mehrere Hundert Stellen an deutschen Standorten ab. Man wolle vor allem Entwicklungs- und Verwaltungskosten senken.

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Der Automobilzulieferer Adient will Personal abbauen.
Der Automobilzulieferer Adient will Personal abbauen.
(Bild: Adient)

Der Automobilzulieferer Adient baut Medienberichten zufolge insgesamt über 500 Stellen in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) ab, 371 Arbeitsplätze sind in Deutschland von der Maßnahme betroffen. Laut dem „Solinger Tageblatt“ sollen am Standort Solingen (Nordrhein-Westfalen) 69 Jobs wegfallen, der Autositzspezialist sehe Überkapazitäten in Entwicklung und Verwaltung. In der Nachbarstadt Burscheid treffe es 162 Jobs. In Kaiserslautern fallen laut „SWR“ 125 Stellen weg, unter anderem gebe es auch dort Entwicklungsüberkapazitäten. Bei Adient arbeiten weltweit insgesamt 81.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen liegt nach Umsatz auf Platz 16 der 100 größten Automobilzulieferer des Jahres 2019.

Adient: Wettbewerbsfähig werden

Der Automobilzulieferer erwarte einen Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent pro Jahr. Als Gründe nenne das Unternehmen die schwierige Lage auf dem Weltmarkt im Bereich Automobil, zusätzlich angeheizt durch die Coronakrise. Mit dem Personalabbau wolle man die „Entwicklungs- und Verwaltungskosten wieder auf ein wettbewerbsfähiges Niveau“ drücken, schreibt das „Solinger Tageblatt“. „Dies wird uns in die Lage versetzen, unsere Marktposition nachhaltig zu sichern. Wir bedauern die derzeitigen Entwicklungen auf dem Markt sehr und fühlen uns verpflichtet, diese Anpassungsmaßnahmen so sozialverträglich wie möglich umzusetzen und unsere Mitarbeiter in diesen schwierigen Zeiten verantwortungsvoll zu unterstützen“, zitiert die Zeitung Michel Berthelin, bei Adient Vizepräsident der Emea-Region.

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 Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Autojournalistin