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Elektromobilität Bericht: Eigenes Schnellladenetz für Audi-Kunden

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Sven Prawitz

Mit dem Projekt „Artemis“ will Audi offenbar nicht nur in kürzerer Zeit E-Autos entwickeln: Der OEM will zudem ein eigenes Schnellladenetz aufbauen.

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Audi plant einem Medienbericht zufolge ein eigenes Ladenetz für seine Kunden.
Audi plant einem Medienbericht zufolge ein eigenes Ladenetz für seine Kunden.
(Bild: Audi)

Tesla hat es mit seinen Superchargern vorgemacht, nun will offenbar Audi bald nachziehen: Einem Bericht des „Spiegel“ zufolge planen die Ingolstädter ein eigenes Schnellladenetz in ganz Europa. Vorbereitet werde dieser Schritt derzeit im Projekt „Artemis“, über das der Automobilkonzern im Mai erstmals informiert hatte.

Zugang zu den Audi-Säulen sollen demnach zunächst ausschließlich Audi-Fahrer erhalten. Im zweiten Schritt will der Hersteller sie auch für Porsche-Fahrer öffnen. Ob später auch andere Marken des Volkswagen-Konzerns oder gar Konkurrenzprodukte an den Stationen aufgeladen werden können, ist noch unklar. An Teslas Superchargern ist das beispielsweise nicht möglich.

Ladestationen mit Pop-up-Stores?

Dem Spiegel zufolge arbeitet Audi auch an Rahmenbedingungen, die das Laden an den eigenen Säulen attraktiv machen könnten. Offenbar denken die Ingolstädter über Kooperationen mit Einzelhändlern nach, die in der Nähe der Ladeparks beispielsweise Pop-up-Stores eröffnen könnten. Wann Audi seine Pläne in die Tat umsetzen will, ist nicht bekannt. Das Vorhaben stehe noch am Anfang, schreibt der Spiegel. Im Herbst könnte es konkreter werden.

Klar ist, dass Audi bei der Elektromobilität generell ein höheres Tempo anschlagen will. Mit dem ersten reinen Elektroauto der Marke, dem E-Tron, ist man nach eigenem Bekunden in Ingolstadt zufrieden. Im ersten Halbjahr hat der Hersteller von seinem E-SUV weltweit 17.641 Einheiten ausgeliefert, trotz Coronakrise waren das 87 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Deutschland kam der E-Tron im ersten Halbjahr auf 3.233 Neuzulassungen, ein Plus von 81 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2019.

Das Projekt Artemis unter der Leitung von Konzernchef Markus Duesmann soll dafür sorgen, Produkte künftig schneller zur Marktreife zu führen. Hohe Priorität soll etwa ein besonders effizientes E-Auto haben, das 2024 starten könnte.

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