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Elektromobilität BMW: Elektroautos finden breite Zielgruppe

| Redakteur: Edgar Schmidt

Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen. Ein ehrgeiziges Ziel, das große Anstrengungen verlangt. BMW will mit seinen i-Modellen dazu beitragen.

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Die Bundesregierung will bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen. Ein ehrgeiziges Ziel, das große Anstrengungen verlangt. BMW will mit seinen i-Modellen dazu beitragen.
Die Bundesregierung will bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen. Ein ehrgeiziges Ziel, das große Anstrengungen verlangt. BMW will mit seinen i-Modellen dazu beitragen.
(BMW)

Unter dem Motto „Elektromobilität verbindet“ unterstützen die Bundesländer Bayern und Sachsen im Rahmen eines groß angelegten Feldversuchs die Markteinführung von Elektroautos in Deutschland. BMW stellt für den Großversuch 25 Mini E für Privat- und Flottennutzer zur Verfügung, die die Autos bis Januar 2013 testen sollen. Ziel ist es, noch mehr über die Fahrgewohnheiten von E-Auto-Nutzern zu erfahren.

Der Münchner Automobilhersteller hat für das Jahr 2013 mit dem i3 sei erstes originäres E-Modell angekündigt. »kfz-betrieb« sprach mit Julian Weber, Leiter Innovationsprojekte E-Mobilität bei BMW, über die bisherigen Erfahrungen von BMW mit der Elektromobilität und die Zukunftsaussichten dieser Technik.

Redaktion: BMW betreibt ja bereits umfangreiche Feldversuche mit dem Mini E und dem Active-E. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse aus diesen Projekten?

Julian Weber: Der Mini E lief seit 2009 in zahlreichen Feldversuchen mit wissenschaftlicher Begleitforschung in den wichtigsten Kernmärkten USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Japan und China. Der Fokus lag dabei hauptsächlich auf der reinen Nutzerforschung, also auf dem Umgang mit begrenzter Reichweite, Ladeverhalten und Nutzungsverhalten. Eine weltweit gültige Erkenntnis daraus ist, dass der Mini E praktisch genauso genutzt wird wie etwa ein Mini Cooper oder ein BMW 1er mit Verbrennungsmotor. Die Nutzer der Mini E gaben im weltweiten Durchschnitt an, dass sie rund 80 Prozent ihrer täglichen Fahrten mit dem Fahrzeug absolvieren konnten. Gäbe es nicht den eingeschränkten Gepäckraum und die fehlende Rücksitzbank, wären sogar rund 90 Prozent der täglichen Fahrten möglich gewesen. Der BMW Active-E läuft derzeit in den USA und Deutschland im Versuch. Der Fokus der Forschung liegt hier weniger auf der Nutzerforschung als auf der Technikerprobung, denn die Batterieeinheit und der Antriebsstrang des ActiveE sind bereits sehr seriennah und werden auch im BMW i3 eingesetzt werden.

Wie erfolgreich kann der Elektroantrieb werden?

BMW hat mit dem Mini E bisher über 16 Millionen Erfahrungskilometer im Kundenbetrieb gesammelt. Die Erfahrungen aus diesen Tests waren größtenteils positiv. Da es die Einschränkungen, die Nutzer beim Mini E in Kauf nehmen mussten, im BMW i3 nicht mehr geben wird, sind wir überzeugt, dass es eine breite Zielgruppe für Elektrofahrzeuge gibt. Deshalb investiert BMW allein in seine deutschen Werke in Wackersdorf, Dingolfing und Leipzig dreistellige Millionenbeträge in die Infrastruktur und setzt komplett neue Produktionsmethoden und Prozesse ein, durch welche die Serienfertigung des BMW i3 Ende 2013 gewährleistet wird.

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