Elektromobilität

BMW: Elektroautos finden breite Zielgruppe

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Was ist die größte technische Herausforderung?

Eine große Herausforderung ist der Umgang mit dem Zusatzgewicht der Batterie im Elektrofahrzeug. Das Leichtbauprimat gilt insbesondere für den elektrischen BMW i3, da ein niedriges Gewicht entscheidenden Einfluss auf die benötigte Batteriegröße und Reichweite hat. Dies ist einer der Gründe, warum wir den Hightech Werkstoff CFK im BMW i3 erstmals in einem großen Ausmaß in einem Großserienfahrzeug einsetzen werden.

Welche Anreize wünschen Sie sich seitens der Politik?

Aufgrund der derzeit noch vergleichbar hohen Kosten für die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs, was insbesondere für Flottenkunden eine Rolle spielt, sind monetäre und nichtmonetäre Anreize dringend notwendig, um einen erfolgreichen Anlauf der Elektromobilität in Deutschland zu unterstützen. Die Politik ist gefordert, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, beispielsweise in Form von Steuererleichterungen bei der Besteuerung von Dienstfahrzeugen. Hier unterstützen wir die Empfehlungen der Nationalen Plattform E-Mobilität. Nur durch intelligente Anreize – und damit meine ich nicht enorme Subventionen – müssen wir den Hochlauf dieser Technologie unterstützen.

Braucht man für den Erfolg von Elektroautos ein großes Netz von öffentlich zugänglichen Ladestationen?

Die Ergebnisse der Mini-E Studien haben gezeigt, dass die meisten Nutzer vorwiegend die Wallbox bei sich zu Hause zum Laden verwendet haben. Trotzdem ist künftig für eine breite Einführung von Elektrofahrzeugen auch eine öffentliche Infrastruktur notwendig, damit auch Kunden ohne heimische Wallbox ihre Fahrzeuge laden können. Dies kann nur im Schulterschluss von Automobilherstellern, Politik und Energieversorgern erreicht werden.

Sind nicht Fahrzeuge mit Range-Extender die bessere Lösung, da sie flexibler einsetzbar sind und nur eine relativ kleine Antriebsbatterie benötigen?

Der BMW i3 wird als Fahrzeug für den Gebrauch im urbanen Umfeld konzipiert. Die weltweiten Nutzerstudien haben ergeben, dass bei einer durchschnittlichen täglichen Fahrtstrecke von rund 46 Kilometern in der Fahrzeugklasse des Mini E die verfügbare Reichweite eines rein elektrisch betriebenen Fahrzeugs ausreicht und das auch von den Nutzern akzeptiert wird. Der BMW i3 wird für Kunden mit größeren Reichweitenbedürfnissen mit einem Range-Extender angeboten werden. Der Range-Extender wird als Sonderausstattung bestellbar sein, der BMW i3 bleibt damit im täglichen Betrieb ein reines Elektrofahrzeug und wird auch überwiegend im rein elektrischen Fahrbetrieb bewegt werden.

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