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BMW trainiert Azubis mittels VR-Brille

| Autor: Jens Scheiner

Im BMW-Werk Landshut entwickeln Auszubildende digitale Anwendungen und Trainings in virtueller Umgebung. Neben VR-Brillen ist dabei die Mensch-Roboter-Kollaboration Teil der Ausbildung.

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Mit Hilfe einer VR-Brille lassen sich verschiedene Tätigkeiten für die Fertigung trainieren, beispielsweise das Lackieren eines Bauteils mit der Lackierpistole.
Mit Hilfe einer VR-Brille lassen sich verschiedene Tätigkeiten für die Fertigung trainieren, beispielsweise das Lackieren eines Bauteils mit der Lackierpistole.
( Bild: BMW )

Im Bildungszentrum des BMW-Werks Landshut sind seit kurzem digitale Assistenzsysteme im Einsatz, die die Auszubildenden mitentwickelt und auf die Arbeitsplatzanforderungen angepasst haben. Mit Hilfe einer VR-Brille lassen sich verschiedene Tätigkeiten für die Fertigung trainieren, beispielsweise das Lackieren eines Bauteils mit der Lackierpistole oder das Bohren in ein Werkstück.

Eine VR-Brille gibt dabei ein reales Abbild eines Arbeitsplatzes wieder und leitet auch zur richtigen Ausführung an. Sie ermöglicht so bereits frühzeitig und losgelöst vom realen Arbeitsplatz, neue Tätigkeiten zu trainieren. Eine Auswertung am Ende des Trainings analysiert das erzielte Ergebnis und zeigt Verbesserungspotenziale auf.

Auch die MRK-Technologie (Mensch-Roboter-Kollaboration), die BMW seit 2012 einsetzt, ist in Landshut Bestandteil der Ausbildung. Angehende Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker und Fachinformatiker für Systemintegration sammeln erste Erfahrungen im Programmieren von MRK-Robotern für die Fertigung. Die kleinen Roboter, die unter anderem Bauteile für die Montage in der Cockpitfertigung zusammenstellen, sind dabei flexibel einsetzbar. Ohne Sicherheitszaun bewegen sich die Roboter direkt neben den Menschen und übernehmen häufig monotone Arbeitsschritte.

Selbstfahrende Transportroboter in der Logistik

Digitale Anwendungen nutzt BMW auch in der Logistik. In der Cockpit-Fertigung setzt das Werk Landshut selbstfahrende Transportroboter ein, die über Sensoren und Funksender ihre jeweilige Position bestimmen und Wege völlig autonom finden können. Der etwa koffergroße Roboter in Gestalt eines Transportwagens steuert gezielt Versorgungsboxen an, hebt diese geräuschlos an und fährt sie zum gewünschten Montagearbeitsplatz. Zwischen den – vollständig emissionsfreien – Logistiktouren ‚parkt‘ der Roboter zum Aufladen seiner Akkus an der Ladestation.

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