Brennstoffzelle „Eine Kombination beider Infrastrukturen ist günstiger“

Von Claus-Peter Köth 7 min Lesedauer

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Christian Mohrdieck ist ein Kenner der Brennstoffzellen-Technologie. Als neuer Chef von Pajarito Powder will er Elektrokatalysatoren industrialisieren – und beschreibt eine gemeinsame Lade- und Wasserstoffinfrastruktur.

Prof. Christian Mohrdieck: „In einem 40-Tonnen-Lkw würde eine Batterie sechs bis sieben Tonnen wiegen – das ist verlorene Nutzlast für den Spediteur. Hier ist der Wasserstoffantrieb im Vorteil.“(Bild:  Pajarito Powder)
Prof. Christian Mohrdieck: „In einem 40-Tonnen-Lkw würde eine Batterie sechs bis sieben Tonnen wiegen – das ist verlorene Nutzlast für den Spediteur. Hier ist der Wasserstoffantrieb im Vorteil.“
(Bild: Pajarito Powder)

Herr Professor Mohrdieck, Sie haben nach mehr als 30 Jahren in der Automobilindustrie und sechs Jahren im Board von Pajarito Powder die Rolle des CEO übernommen. Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt?

Prof. Christian Mohrdieck: Ich habe die Aktivitäten lange verfolgt und bin überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um die Kommerzialisierung der Brennstoffzellen-Technologie auf die nächste Stufe zu heben. Wir müssen zurück auf den Kern der Technik schauen. Das Herzstück der Brennstoffzelle beziehungsweise des Elektrolyseurs ist der Katalysator. Hier trifft Elektrochemie auf technische Realität. Als grundlegende Komponente bestimmt er Leistungsfähigkeit, Lebensdauer und einen Großteil der Kosten. Unsere Projektionen zeigen, dass wir bis zu 40 Prozent weniger Katalysatormaterial benötigen, typischerweise Platin, und die Kosten um etwa 20 Prozent reduzieren können.