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Elektronikmesse

CES: Neue Technik von Zulieferern und Herstellern

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Osram

Zum vierten Mal in Folge ist Osram Lichtpartner für das neue Konzeptfahrzeug von Rinspeed. Der „MetroSnap“ des Schweizer Automobilvisionärs beinhaltet Beleuchtungs- und Sensoriklösungen von Osram und feiert als Teil des Osram-Stands auf der diesjährigen CES in Las Vegas seine Weltpremiere. Im Außenbereich ist der MetroSnap mit zahlreichen Technologien des Zulieferers ausgestattet: Mit den ansteuerbaren LED „Eviyos“ können mit Hilfe tausender individuell adressierbarer Pixel Warnsymbole für Passagiere und Fußgänger auf die Straße projiziert werden.

Daneben sorgt die Lidar-Technologie mit Infrarotlasern für mehr Sicherheit auf der Straße. Sobald ein Lichtimpuls auf ein Objekt trifft, wird er von einem Sensor registriert. Das Fahrzeug berechnet dann den Abstand zum Objekt, um gegebenenfalls entsprechende Aktionen einzuleiten und zum Beispiel zu bremsen. Visualisierungslösungen an der Vorder- und Rückseite des Fahrzeugs sowie an den Seitenfenstern ermöglichen es, mit anderen Verkehrsteilnehmern zu kommunizieren. LED-Nummernschilder unterstützen die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Mensch.

Im Innenraum des Konzeptfahrzeugs arbeitet Osram mit einer 3-D-Gesichtserkennung und Systemen zur Handvenenerkennung, die sicherstellen, dass nur berechtigte Personen ins Fahrzeug einsteigen können. Das „Human Centric Lighting“ passt die Innenraumbeleuchtung zudem an die Stimmung der Fahrgäste an. Spezielle Leseleuchten sorgen zudem für eine optimale Ausleuchtung des Lesebereichs des Fahrzeugs. Beim „in-cabin-Monitoring“ scannt das System nach vergessenen Objekten im Fahrzeug und benachrichtigt die Fahrgäste.

Blackberry

Das kanadische Unternehmen Blackberry stellte ein anpassbares Konzept für Anwendungen im Bereich Fahrzeugsicherheit vor. Das System ermöglicht es, nur die gerade benötigten Funktionen zu aktivieren oder eigene Daten und vorgefertigte Modelle aus künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) zu verwenden – um eine Gesamtansicht des Fahrzeugzustands zu erhalten. Zudem lassen sich so Software-Patches automatisieren, Fahrer kontinuierlich authentifizieren – und die Betreiber können aktiv auf Cybersicherheitsbedrohungen reagieren, Stichwort: „Endpoint Protection“ und „Endpoint Detection and Response“, das Überwachen von Endgeräten auf verdächtige Aktionen und entsprechendes Handeln. Das Softwareunternehmen setzt hier erstmals die KI- und ML-Technologien seines Tochterunternehmens Cylance ein und integriert sie in sein Betriebssystem QNX, das mehrere Automobilhersteller in ihren Systemen verwenden.

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Aptiv

In seinem Messepavillon zeigt Aptiv sein Portfolio an Hardware (Kabelsätze, Konnektoren, Prozessoren, Sensorik) und Software zur Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen. Die Smart Vehicle Architecture (SVA) beispielsweise vereint laut Hersteller hohe Rechenkapazitäten und Bandbreiten mit großer Skalierbarkeit und funktionaler Sicherheit. Ermöglichen sollen das zentrale Hochleistungsprozessoren, smarte Satellitendevices und Zonencontroller – sowie eine so genannten Ringtopologie. Sie verbindet alle Geräte im Netzwerk in Reihe, der Aufbau ist einfacher als bei der Sterntopologie. Ein grundlegender Baustein der SVA ist die sogenannte Satellitenarchitektur: Gemeinsam mit Audi hat Aptiv für den aktuellen Audi A8 das zentrale Fahrerassistenz-Steuergerät (zFAS) zur Serienreife entwickelt.

Es verfügt über genug Rechenleistung, um die Datenanalyse und Fahrtrajektorien-Berechnung für alle Fahrassistenzfunktionen zentral zu übernehmen. Dadurch können den Unternehmen zufolge einfachere, weniger intelligente periphere Sensoren eingesetzt werden – die kostengünstiger, kompakter und leichter in das Fahrzeug integrierbar sind.

EV Box

EV Box präsentiert seine schnelle Ladestation „EV Box Troniq 100“ sowie das Neudesign der ultraschnellen Ladestation Ultroniq. Mit den beiden Ladestationen sind Ladevorgänge mit bis zu 100 beziehungsweise 350 Kilowatt möglich. Durch modulare Konfigurationen verschiedener Einheiten sind die Stationen laut Hersteller kompatibel mit jedem Anwendungsfall weltweit. Beide Ladestationen sind mit einem verbesserten Kabelmanagement mit einziehbaren, strapazierfähigen Kabeln, bunten LED-Leuchten zur Benutzerführung und rollstuhlgerechtem Zugang ausgestattet. Die Troniq 100 soll bis zum 2. Quartal 2020 lieferbar sein, die Ultroniq bis zum 3. Quartal 2020.

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Über den Autor

 Thomas Günnel

Thomas Günnel

Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE